Anlage Nr. 4 zum Verteilungsmaßstab der KZVB

Honorarverteilungsregelungen für die systematische Behandlung von Parodontopathien und für die Behandlungen von Verletzungen des Gesichtsschädels (Kieferbruchbehandlungen) und für die Behandlungen von Kiefergelenkserkrankungen (Aufbissbehelfe)

(1) Das dem Zahnarzt (vgl. § 1 Abs. 3 Allg. Bestimmungen) kalenderjährlich zur Verfügung stehende Abrechnungsvolumen in Euro (nur Kassenleistung) für die systematische Behandlungen von Parodontopathien und für Kieferbruchbehandlungen und für Behandlungen mit Aufbissbehelfen (Bema-Teile 2 und 4) wird durch die von dem Zahnarzt kalenderjährlich behandelten PAR-Fälle (PAR-Fallzahl) und Fälle von Kieferbruchbehandlungen und Behandlung mit Aufbissbehelfen (KB-Fall), jeweils getrennt nach dem Leistungsbereich (PAR und KB) und Krankenkassen oder Verbänden, von Krankenkassen bestimmt. Als sog. „PAR-Fall“ zählt dabei jeder bei der KZVB zur Abrechnung vorgelegte Fall (je Patient), bei dem ein PAR-Status mit Leistungen nach Bema-Nr. P200 bis P203 zur Abrechnung gebracht wird. Als „KB-Fall“ gilt jeder Behandlungsfall, in dem Leistungen nach Bema Nr. K 1 bis K 4 abgerechnet werden (Schienentherapie).

Mit der PAR-Fallzahl bzw. der KB-Fallzahl wird jeweils ein von der KZVB ermittelter Budgetbetrag (Bb) für PAR und KB multipliziert. Der Budgetbetrag wird quartalsweise und gesondert für die Krankenkassen oder Verbände von Krankenkassen vom Vorstand festgelegt und den Zahnärzten bekanntgegeben bzw. gilt der bisherige Budgetbetrag fort.

Der Budgetbetrag berücksichtigt insbesondere die kalenderjährlich für PAR- und KB-Leistungen zur Verfügung stehende anteilige Gesamtvergütung, die Anzahl der zugelassenen und voraussichtlich neu zuzulassenden Zahnärzte, die Entwicklung der Anzahl der PAR- bzw. KB-Fälle. Die sich aus der Multiplikation von PAR-Fallzahl bzw. KB-Fallzahl und Budgetbetrag ergebenden Budgetsummen (Bs) steht der Praxis kalenderjährlich als maximales garantiertes Abrechnungsvolumen für zahnärztliches Honorar in Euro (nur Kassenleistungen), getrennt nach Krankenkassen oder Verbänden von Krankenkassen, für PAR Behandlungsleistungen und KB-Behandlungsleistungen (vgl. dazu im einzelnen oben) zur Verfügung.

(2) Überschreitet der Zahnarzt bei der Leistungsabrechnung die krankenkassen- oder verbandsbezogene kalenderjährlich zur Verfügung stehende Budgetsumme, besteht zunächst für die überschießenden Abrechnungen kein Vergütungsanspruch. Verbleibt nach Erfüllung der Vergütungsansprüche noch verteilungsfähige Gesamtvergütung für PAR- bzw. für KB-Leistungen, werden die zunächst ausgeschlossenen Vergütungsansprüche anteilig in dem Verhältnis dieser Vergütungsansprüche zu der verbleibenden Gesamtvergütung erfüllt (Jahresschlußabrechnung mit Berechnung einer Mehrleistungsvergütung). Ein Anspruch auf Mehrleistungsvergütung besteht nicht.

(3) Ausschlaggebend für die kalenderjährliche Zuordnung einer PAR- bzw. KB-Leistung ist, vorbehaltlich anderer gesamtvertraglicher Regelungen, deren Abrechnungsdatum. Abrechnungen, die bis spätestens zum 05.01. des Folgejahres eingereicht werden, werden dem vorangegangenen Kalenderjahr zugerechnet.

(4) Die Auszahlung aller Honorare (Kassenleistung) für PAR- bzw. KB-Leistungen eines Kalenderjahres erfolgt, soweit die krankenkassen- oder verbandsbezogene Budgetsumme überschritten wird, unter Vorbehalt. Eine Berechnung der Mehrleistungsvergütung wird erfolgen, wenn die Vergütungsansprüche der Zahnärzte für das Kalenderjahr und die Höhe der (anteiligen) Gesamtvergütungen (PAR und KB) abschließend festgestellt sind.

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