2. Vorbereitungsassistent zur Ableistung der Vorbereitungszeit nach § 32 Abs. 2 Satz 1 ZÄ-ZV in Verbindung mit § 3 Abs. 3 ZÄ-ZV

2.1 Die Vorbereitungsassistenzzeit dient dem Erwerb aller Inhalte der späteren vertragszahnärztlichen Tätigkeit. Neben der Vertiefung der beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten dient die Vorbereitungsassistenzzeit insbesondere der Aneignung der für die vertragszahnärztliche Tätigkeit einschlägigen gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen sowie der zu beachtenden Richtlinien. Hierzu zählen im Besonderen die für die vertragszahnärztliche Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sowie die Grundsätze über eine wirtschaftliche Behandlungs- und Verordnungsweise bei der Ausübung der vertragszahnärztlichen Tätigkeit.

2.2 Vorbereitungsassistent ist derjenige, der nach Absolvieren der zahnärztlichen Ausbildung die Approbation nach dem ZHG erworben hat und zur Ableistung der Vorbereitungszeit gem. § 3 ZÄ-ZV verpflichtet ist oder sich in zahnärztlicher Weiterbildung befindet.

2.3 Die in § 3 ZÄ-ZV geforderte Vorbereitungszeit kann nur bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem im MVZ zugelassenen Vertragszahnarzt oder einem zur Teilnahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung ermächtigten Zahnarzt für Kieferorthopädie (Kieferorthopäde) abgeleistet werden, der jeweils bereits 12 Quartale abgerechnet hat. Ausnahmen sind nur in begründeten Einzelfällen und mit Zustimmung des Vorstandes möglich.

2.4 Gegen den Vertragszahnarzt dürfen keine Zulassungsentziehungs-, Disziplinar- oder berufsrechtliche Verfahren durchgeführt worden sein, die ihn als Ausbilder im Sinne des § 3 Abs. 3 Satz 1 ZÄ-ZV ungeeignet erscheinen lassen.

2.5 Die Beschäftigung als Vorbereitungsassistent kann ganztags (über 30 Stunden) oder halbtags (über 15 Stunden) erfolgen. Bei halbtägiger Beschäftigungszeit verlängert sich die nach § 3 Abs. 2 b ZÄ-ZV abzuleistende Vorbereitungszeit entsprechend.

2.6 Zur Sicherung des Vorbereitungszweckes kann keine Genehmigung für mehr als zwei ganztägig beschäftigte Vorbereitungsassistenten je Antragsteller erteilt werden; bei Teilzulassung des Antragstellers nur eine Genehmigung für einen halbtags beschäftigten Vorbereitungsassistenten oder zwei zeitgleich halbtags tätige Vorbereitungsassistenten. Die Regelungen in Ziffer 1.1 und Ziffer 5 dieser Richtlinien sind zu beachten.

2.7 Eine Verlängerung der Vorbereitungszeit nach § 3 Abs. 2 b ZÄ-ZV ist bei entsprechender Genehmigung durch die zuständige KZVB-Bezirksstelle um zwei Jahre möglich.

Die Verlängerung der Vorbereitungszeit setzt voraus, dass noch keine Genehmigung zur Beschäftigung als angestellter Zahnarzt (§ 32 b ZÄ-ZV) oder Zulassung für eine vertragszahnärztliche Tätigkeit in eigener Praxis durch einen Zulassungsausschuss erteilt worden ist; die Eintragung in ein Zahnarztregister ist diesbezüglich unschädlich.

2.8 Die Anerkennung der Vorbereitungszeit nach § 3 Abs. 3 ZÄ-ZV ist nicht gewährleistet, wenn eine Genehmigung zur Beschäftigung nicht vorgelegen hat.

2.9 Die KZVB-Bezirksstellen erteilen die Genehmigung und führen zur Überwachung der ausgesprochenen Genehmigung ein Assistentenverzeichnis.

2.10 Die Genehmigung ist personenbezogen zeitlich zu befristen und auf den Namen des Praxisinhabers und des Assistenten auszustellen. Der Assistent erhält ein Duplikat des Genehmigungsbescheides. Ebenso ist dem Assistenten die Abmeldung zur Kenntnis zu bringen.

2.11 Die Genehmigung endet vorzeitig bei Praxisübergabe bzw. Praxisaufgabe oder bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses.
Endet das Beschäftigungsverhältnis eines Vorbereitungsassistenten, ist dieser bei der KZVB abzumelden. Ist gegenüber dem Zahnarzt/der Zahnärztin ein Beschäftigungsverbot auszusprechen oder besteht ein sonstiger gesetzlicher Freistellungsanspruch, kann der Ausbildungszweck nicht erfüllt werden, so dass eine Anrechnung auf die Vorbereitungsassistenzzeit nicht in Betracht kommt. Dies hat der Arbeitgeber der Bezirksstelle unverzüglich anzuzeigen, damit diese Unterbrechung der Vorbereitungszeit Berücksichtigung finden kann. Die Wiederaufnahme der Tätigkeit ist der Bezirksstelle vorab mitzuteilen, damit eine Anrechnung auf die Vorbereitungsassistenzzeit erfolgen kann. Ohne vorherige Mitteilung ist die Anrechnung auf die Assistenzzeit nicht gesichert.

2.12 Ein Dienstverhältnis bei der Bundeswehr oder im öffentlichen Dienst steht einer gleichzeitigen Tätigkeit als Vorbereitungsassistent nicht entgegen. Voraussetzung ist, dass dort bereits eine mindestens 18-monatige zahnärztliche praktische Tätigkeit ausgeübt wurde. Bei der Genehmigung ist in besonderer Weise darauf zu achten, dass von der zuständigen Dienststelle eine ordnungsgemäße Freistellungsbescheinigung zugunsten des Assistenten erteilt wurde. Entsprechendes gilt bei einer Tätigkeit als Vertreter eines Vertragszahnarztes.

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