1. Allgemeines

1.1 Die Ausübung der Zahnheilkunde ist kein Gewerbe, der zahnärztliche Beruf ist in seiner Natur nach vielmehr ein freier Beruf. Die selbständige Freiberuflichkeit lässt, anders als die gewerbliche Tätigkeit, eine beliebige Vervielfältigung der Arbeitsleistung nicht zu; sie ist geprägt von der Person des Freiberuflers und seiner persönlichen Arbeitskraft. Die Tätigkeit des frei niedergelassenen Zahnarztes beruht auf dem Vertrauen, das der Patient diesem Zahnarzt entgegenbringt. Freiberuflichkeit und Vertrauensgrundsatz verpflichten deshalb den niedergelassenen Zahnarzt, seine Tätigkeit grundsätzlich persönlich in freier Praxis auszuüben.

Der Gewissheit des Patienten, in der Praxis den Zahnarzt seines Vertrauens vorzufinden, wird nur dann entsprochen, wenn die Mitarbeit unselbständig tätiger Zahnärzte in der Praxis beschränkt ist. Es können nur zwei Assistenten je Antragsteller in der Praxis tätig sein. Anstelle eines vollzeitbeschäftigten Assistenten sind auch zwei teilzeitbeschäftigte Assistenten möglich, wenn deren Arbeitszeit insgesamt die eines vollzeitbeschäftigten Assistenten nicht überschreitet. Weitere zahlenmäßige Beschränkungen gelten bezüglich der Beschäftigung von Entlastungsassistenten sowie der Beschäftigung von angestellten Zahnärzten. Zu den Einzelheiten wird auf die zugehörigen Bestimmungen der Ziffer 4.1 und Ziffer 5 verwiesen. Wird der Assistent einem in einer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft tätigen Vertragszahnarzt genehmigt, kann die Genehmigung und Ausbildung nur für den Vertragszahnarztsitz erfolgen, an dem/denen der Vertragszahnarzt zugelassen ist.

1.2 Unter einer halbtägigen Beschäftigung versteht man eine Tätigkeit über 15 Stunden, unter einer Vollzeitstelle über 30 Stunden.

1.3 Voraussetzung für die Tätigkeit als Assistent ist grundsätzlich die deutsche Approbation als Zahnarzt.

1.4 Jede Beschäftigung eines Assistenten bedarf der vorherigen Genehmigung durch die KZVB. Der Antrag auf Genehmigung ist rechtzeitig vor Beginn der Tätigkeit bei der zuständigen KZVB-Bezirksstelle einzureichen Die Beendigung der Beschäftigung ist der zuständigen KZVB-Bezirksstelle unverzüglich mitzuteilen. Besteht bei Ablauf einer von der KZVB-Bezirksstelle erteilten Genehmigung die Absicht zur Weiterbeschäftigung, so ist rechtzeitig vor Fristablauf ein Verlängerungsantrag zu stellen. Eine rückwirkende Genehmigung ist nicht möglich.

Wir legen Wert auf sorgfältigen Datenschutz. Ausführliche Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung
Unsere Seiten nutzen technische, anonyme Cookies sowie Javascript zur benutzerfreundlichen Funktion. Mit der Nutzung unserer Seiten stimmen Sie deren Verwendung zu.

Zustimmen Später entscheiden