G. Kieferorthopädische Behandlung

Die kieferorthopädische Behandlung von Soldatinnen/Soldaten der Bundeswehr ist grundsätzlich kein Bestandteil der utV.

Dieses gilt nicht für Zeit- und Berufssoldatinnen/-soldaten mit schweren Kieferanomalien, die während der Dienstzeit ein Ausmaß entwickelt haben, welches kieferorthopädische oder kombiniert kieferorthopädische/kieferchirurgische Behandlungsmaßnahmen zur Erhaltung der Verwendungsfähigkeit erfordern.

Vor Überweisung an eine Fachzahnärztin/einen Fachzahnarzt Kieferorthopädie ist der jeweils regional zuständige BGZA beratend zu beteiligen.

Vor Entscheidung durch den BGZABw ist grundsätzlich eine entsprechende Stellungnahme bei einer kieferorthopädischen Abteilung einer Universitätsklinik einzuholen.

Sollte hiernach im besonderen Einzelfall:

  • eine zwingende Indikation einer kieferorthopädischen Behandlung, z.B. in Folge einer erheblichen Veränderung von Kiefer- und Zahnfehlstellungen und damit verbundenen Gefährdung oder Einschränkung der Verwendungsfähigkeit, gegeben und
  • diese, um nachteilige gesundheitliche Folgen für die Soldatin / den Soldaten zu vermeiden, nicht aufschiebbar sein und
  • nicht durch andere zahnärztliche Maßnahmen beseitigt werden können,

so ist ein entsprechend begründeter Antrag (3-fach) mit aktueller Röntgendiagnostik und Situationsmodellen über die überweisende Sanitätseinrichtung, über der regionalen BGZA, dem BGZABw zur Entscheidung vorzulegen.

Werden Grundwehrdienstleistende, freiwillig zusätzlichen Wehrdienstleistende, Zeitsoldatinnen/Zeitsoldaten oder Wehrübende mit einer kieferorthopädischen Behandlung (Retentionsphase) in die Bundeswehr eingestellt und wurde dabei die kieferorthopädische Behandlung vor Abschluss des 18. Lebensjahres begonnen, werden die anteiligen Kosten für entsprechende Kontrollmaßnahmen während der Retentionsphase die Dauer des Dienstverhältnisses aus Bundesmitteln übernommen.

Hierzu unterrichtet die betreuende zahnärztliche Behandlungseinrichtung der Bundeswehr die behandelnde Kieferorthopädin / den behandelnden Kieferorthopäden gemäß Anlage 4, dass die anteiligen Kosten für die Dauer des Dienstverhältnisses von der Bundeswehr übernommen werden.

Der BGZABw ist hierbei über den regionalen BGZA nachrichtlich zu beteiligen.

Alle von einer Zahnärztin / einem Zahnarzt bzw. Fachzahnärztin für Kieferorthopädie/einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie erbrachten kieferorthopädischen Leistungen werden nach der Gebührenordnung, die dem ursprünglichen Behandlungsplan zu Grunde liegt, vergütet.

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