E. Zahnärztlich-konservierende Behandlung einschließlich der Behandlung mit Aufbissbehelfen und Schienen

Soldatinnen/Soldaten der Bundeswehr haben ohne Altersbeschränkung und zeitliche Begrenzungen Anspruch auf die zahnärztlich-konservierende Behandlung gemäß den nachfolgenden Vorgaben. Zahnärztlich-konservierende Behandlungen unterliegen mit Ausnahme der Versorgung mit Einlagefüllungen, der Herstellung von Aufbissbebelfen und Schienen o.ä. keiner Genehmigungspflicht.

1. Allgemeine konservierende Maßnahmen

Die Vorbeugung und Behandlung der Gingivitis, Parodontitis und Karies umfasst insbesondere die Anleitung der Soldatin/des Soldaten zu effektiver Mundhygiene und Hinweise zur Reduktion von Risikofaktoren ggf. die Entfernung harter Beläge und iatrogener Reizfaktoren.

Die konservierende Behandlung soll ursachengerecht, zahnsubstanzschonend und präventionsorientiert erfolgen. Jeder Zahn, der erhaltungsfähig und erhaltungswürdig ist, soll erhalten werden. Jeder kariöse Defekt an einem solchen Zahn soll behandelt werden. Dabei soll die gesunde natürliche Zahnhartsubstanz soweit wie möglich erhalten bleiben. Die weiteren Regelungen zur endodontischen Behandlung sind zu beachten.

2. Versorgung mit Füllungen/Einlagefüllungen

Die Versorgung von kariösen Defekten hat grundsätzlich mit plastischen Füllungsmaterialien zu erfolgen.

Eine Versorgung mit Einlagefüllungen im Rahmen der utV ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Daher ist eine Versorgung mit Einlagefüllungen grundsätzlich nur noch als Ersatz bestehender Einlagefüllungen genehmigungsfähig.

Wünscht die Soldatin/der Soldat die Versorgung mit Einlagefüllungen, kann diese nur im Rahmen einer Mehrkostenvereinbarung erfolgen. Dabei ist bei der Behandlung im zivilen Bereich die entsprechende Versorgung mit plastischen Füllungsmaterialien gegen zu rechnen.

Sollte im begründeten Einzelfall eine Versorgung mit Einlagefüllungen, indiziert ist sie mit dem Formular Heil- und Kostenplan (3-fach) - bei Behandlung im zivilen Bereich über die überweisende zahnärztliche Behandlungseinrichtung der Bundeswehr - vorab zu beantragen und dem zuständigen BGZA zur Entscheidung vorzulegen.

Die Versorgung mit vollkeramischen Restaurationen ist im Bereich der utV nur im begründeten Ausnahmefall möglich.

Sie sind mit dem Formular Heil- und Kostenplan (3-fach) - bei Behandlung im zivilen Bereich über die überweisende zahnärztliche Behandlungseinrichtung der Bundeswehr - vorab zu begründen, zu beantragen und über den BGZA dem BGZABw zur Entscheidung vorzulegen.

3. Versorgung mit Aufbissbehelfen und Schienen

Aufbissbehelfe und Schienen sind grundsätzlich vor Behandlungsbeginn unter Angabe einer Diagnose/Begründung zu beantragen, bei akuter Behandlungsnotwendigkeit ist der Genehmigende vorab fernmündlich zu informieren und seine Entscheidung einzuholen. Die schriftliche Beantragung ist unmittelbar im Nachgang einzuholen.

Die Beantragung erfolgt mit dem Formular Heil- und Kostenplan (3-fach) - bei Behandlung im zivilen Bereich über die überweisende zahnärztliche Behandlungseinrichtung der Bundeswehr, an den zuständigen BGZA.

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