C. Systematische Behandlung von Parodontopathien

Soldatinnen/Soldaten der Bundeswehr haben ohne Altersbeschränkung und zeitliche Begrenzungen Anspruch auf die systematische Behandlung von Parodontopathien gemäß den nachfolgenden Vorgaben.

Diese Maßnahmen unterliegen vor Beginn der Behandlung der Genehmigungspflicht.

Die parodontale Vorbehandlung umfasst die Entfernung von supra- und subgingivalem Zahnstein und die Durchführung individualprophylaktischer Maßnahmen.

Eine behandlungsbedürftige Parodontopathie liegt vor, wenn nach Abschluss der parodontalen Vorbehandlung ein Parodontaler ScreeningIndex (PSI)-Wert von Code 3 oder 4 (Anlage 3) erhoben wird oder wenn eine der folgenden Diagnosen gestellt wird und dabei eine Sondiertiefe von 3,5 mm und mehr vorliegt

  • Chronische Parodontitis
  • Aggressive Parodontitis
  • Parodontitis als Manifestation von Systemerkrankungen
  • Nekrotisierende Parodontalerkrankungen
  • Parodontalabszess
  • Parodontitis im Zusammenhang mit endodontalen Läsionen
  • Folgende entwicklungsbedingte oder erworbene Deformitäten oder Zustände:
  • Gingivale Vergrößerungen
  • Gingiva-und Weichgewebswucherungen
  • Periimplantitis

Grundlage der Therapie sind die Anamnese, der klinische Befund (Parodontalstatus) und aktuelle Röntgenaufnahmen.

Die Kostenübemahme erfolgt längstens bis zum Dienstzeitende der Soldatin/des Soldaten.

Die Beantragung erfolgt mit dem Formular "Parodontalstatus", mit Dokumentation des PSI und unter Vorlage aktueller Röntgenbilder über den zuständigen zahnärztlichen Sachverständigen beim regional zuständigen BGZA.

Die Anwendung von Membranen (GTR/GBR) und/oder Schmelz-MatrixProteinen ist mit dem zusätzlichen Vordruck "Anlage zum Parodontalstatus" beim BGZABw zu beantragen.

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