Abrechnungsbestimmungen zu Nrn. Ä925, Ä934, Ä935:

  1. Bis zu drei nebeneinanderstehende Zähne oder das Gebiet ihrer Wurzelspitzen sind - soweit dies nach den individuellen anatomischen Verhältnissen möglich ist - mit einer Aufnahme zu erfassen.
  2. Bei unterschiedlicher klinischer Situation im Rahmen endodontischer oder chirurgischer Behandlung sind in derselben Sitzung erbrachte Röntgenaufnahmen je Aufnahme nach Nr. Ä925a abrechnungsfähig.
  3. Die Darstellung beider Kiefer durch ein Orthopantomogramm schließt die gleichzeitige Anfertigung eines Rö-Status nach Nr. Ä925d aus. Eine zusätzliche Gelenkaufnahme ist bei der Abrechnung zu kennzeichnen.
  4. Bissflügelaufnahmen zur Kariesfrüherkennung werden nach Nr. Ä925a oder b abgerechnet und sind bei der Abrechnung zu kennzeichnen.
  5. Röntgenaufnahmen sind auch bei der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen auf dem Erfassungsschein abzurechnen. Dies ist bei der Abrechnung zu kennzeichnen.

KZVB-Hinweise:

  1. Im Falle der Begutachtung sind die Röntgenunterlagen vollständig und geordnet (beschriftet oder im Sichtordner) dem Gutachter zuzuleiten. Dies hat gemäß § 2 Abs. 2 der Anlage 4 bzw. 5, § 2 Abs. 4 der Anlage 6 zum BMV-Z unverzüglich nach Erhalt des Begutachtungsauftrages (Anlage 6a zum BMV-Z ) zu erfolgen.
  2. Röntgenaufnahmen müssen in der Karteikarte befundet und bewertet werden. Allein der Hinweis auf den Bema-Teil (z. B. KCH oder PAR) ist nicht ausreichend.
  3. Müssen aus differentialdiagnostischen Gründen zusätzlich zu einem OPG eine oder mehrere Einzelröntgenaufnahmen angefertigt werden, sind die Nrn. Ä925a-c abrechenbar.
  4. Röntgenleistungen sind jeweils von dem Zahnarzt abzurechnen und zu befunden, der sie anfertigt.
  5. Die Anfertigung von Röntgenaufnahmen ist die Grundvoraussetzung für die Planung und Anfertigung von Zahnersatz und PAR-Behandlungen.
  6. In § 85 Abs. 3 StrlSchG heißt es: Der Strahlenschutzverantwortliche hat
    1. der zuständigen Behörde auf Verlangen die Aufzeichnungen vorzulegen; dies gilt nicht für medizinische Befunde,
    2. der ärztlichen oder zahnärztlichen Stelle auf Verlangen die Aufzeichnungen sowie die Röntgenbilder, die digitalen Bilddaten und die sonstigen Untersuchungsdaten zur Erfüllung ihrer nach der Rechtsverordnung nach § 86 Satz 2 Nummer 9 festgelegten Aufgaben vorzulegen,
    3. einem weiter untersuchenden oder behandelnden Arzt oder Zahnarzt Auskünfte über die Aufzeichnungen zu erteilen und ihm die Aufzeichnungen sowie die Röntgenbilder, die digitalen Bilddaten und die sonstigen Untersuchungsdaten vorübergehend zu überlassen.

      Bei der Weitergabe sind geeignete Maßnahmen zur Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht zu treffen. Der untersuchten oder behandelten Person ist auf deren Wunsch eine Abschrift der Aufzeichnungen zu überlassen.
Im Hinblick auf die gesetzliche Verpflichtung, jede unnötige Strahlenexposition zu vermeiden, ist es weder vorgesehen, noch zu rechtfertigen, dass ersatzweise herkömmliche Röntgenaufnahmen vom Zahnarzt oder Gutachter angefertigt werden.
  1. Sofern im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung mehr als drei Aufnahmen nach Nr. Ä934a erforderlich sind, stellen diese keine GKV-Leistung dar.
  2. Röntgenaufnahmen für die Planung von ZE oder einer PAR-Behandlung sollen die aktuelle Situation darstellen und nicht älter als 6 Monate sein.
  3. Gemäß den Abrechnungsbestimmungen schließt die Darstellung beider Kiefer durch ein OPG die gleichzeitige Anfertigung eines Rö-Status aus.
  4. Digitale Röntgenbilder können auf privater Basis in Rechnung gestellt werden, wenn mit dem Patienten nach entsprechender Aufklärung eine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde. Unbeschadet davon ist der Vertragszahnarzt zu einer zuzahlungsfreien Röntgenleistung verpflichtet, wenn der Patient die Privatvereinbarung ablehnt und eine konventionelle Röntgenaufnahme unverzichtbar oder die Überweisung des Patienten zu der nächstmöglichen Praxis aufgrund der Entfernung nicht zumutbar ist.
  5. Für den Versand von Röntgenaufnahmen an den Gutachter bzw. Beratungszahnarzt sind die tatsächlich anfallenden Portokosten unter der Ordnungsnummer 602 als GKV-Leistung abrechenbar.

RILI: Behandlungs-Richtlinien - B. II. Röntgendiagnostik

Gesamtvertrag–Zahnärzte
Auszug:

§ 7 Unterlagen und Auskünfte
(1)
Der Kassenzahnarzt ist verpflichtet, dem Beratungszahnarzt auf Anforderung [...] Röntgenaufnahmen [...] zur Verfügung zu stellen.

Die Krankenkassen teilen der KZVB die Namen der für sie tätigen Beratungszahnärzte mit.
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