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Befundaufnahme und Erstellen eines Heil- und Kostenplanes bei Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Parodontiums

39 Pkte.

KZVB-Hinweise:

  1. In den Richtlinien (RILI B. V. 1.) ist eine behandlungsbedürftige Parodontopathie beschrieben, wenn der PSI-Code 3 oder 4 festgestellt wurde oder Taschentiefen von 3,5 und mehr mm festgestellt worden sind.
    Dies bedeutet, die systematische Behandlung von Parodontopathien stellt keine GKV-Leistung dar, wenn ein PSI-Code 1 oder 2 oder eine Sondiertiefe von kleiner als 3,5 mm festgestellt wird.
  2. Das Entfernen von weichen Belägen sowie eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) stellen keine GKV-Leistung dar.
  3. Die Herstellung von Modellen ist im Rahmen der vertragszahnärztlichen PAR-Behandlung nicht abrechenbar.
    Modelle zur Dokumentation sind rein privatzahnärztlich zu berechnen.
  4. Eine PAR-Behandlung ist im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur abrechenbar, wenn eine günstige Prognose (RILI B. V. 3.) vorliegt.
  5. Die Behandlung einzelner Parodontien kann auch im Rahmen einer systematischen Parodontitistherapie als Privatleistung durchgeführt und berechnet werden, wenn diese Zähne im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung gemäß der Richtlinien nicht zu behandeln sind (Beispiele: fortgeschrittener Abbau des Parodontiums, fragliche Erhaltungswürdigkeit etc.).
    Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns empfehlt hier, die Behandlung der außervertraglichen Parodontien in einer geeigneten Weise auf dem Parodontalstatus Blatt 2 zu kennzeichnen.
  6. Die Bema-Nr. 4 ist für die Therapieergänzung nicht abrechenbar.
  7. Die Diagnose richtet sich nach der Nomenklatur der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGP) und ist stets anzugeben.
  8. Röntgenaufnahmen sind Grundvoraussetzung für eine PAR-Behandlung. Sie sollen nicht älter als 6 Monate sein (RILI B. V. 2.).
    Eine systematische PAR-Behandlung verlangt die Röntgendarstellung aller vorhandenen Zähne.
  9. Im Falle eines Behandlungsabbruches nach richtliniengemäßer Vorbehandlung und Erstellung eines Parodontalstatus (Blatt 1 und Blatt 2) ist der Leistungsinhalt nach Bema-Nr. 4 erfüllt. Die Gründe für einen Behandlungsabbruch (RILI B. V. 4.) sind bei der Übermittlung der Daten an die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns anzugeben.
RILI: Behandlungsrichtlinien - B. V. Systematische Behandlung von Parodontopathien (Par-Behandlung)

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