IP4

Lokale Fluoridierung der Zähne

12 Pkte.

Die IP4 umfasst folgende Leistungen:

Die lokale Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung mit Lack, Gel o. Ä. einschließlich der Beseitigung von weichen Zahnbelägen und der Trockenlegung der Zähne.

  1. Das Entfernen harter Zahnbeläge ist nach Nr. 107 abzurechnen.
  2. Eine Leistung nach Nr. IP4 kann je Kalenderhalbjahr einmal abgerechnet werden.
  3. Bei Versicherten mit hohem Kariesrisiko kann ab dem 6. Lebensjahr bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die Nr. IP4 je Kalenderhalbjahr zweimal abgerechnet werden.
Bemerkung

KZVB-Hinweise:

  1. Für Kinder und Jugendliche, die an IP-Maßnahmen teilnehmen, können bis zum vollendeten 18. Lebensjahr Fluoridierungsmittel in Form von Gel, Tabletten und im Ausnahmefall auch Spüllösungen zur häuslichen Anwendung verordnet werden. Eine Verordnung von fluoridhaltigen Zahnpasten (z. B. Duraphat Susp., Bifluorid) als Patientenverordnung auf Kassenrezept ist nicht möglich.
  2. Neben der Bema-Nr. 10 ist in derselben Sitzung die Bema-Nr. IP4 nicht abrechenbar.
  3. IP-Leistungen sind auch vom Kieferorthopäden berechenbar. Mit dem überweisenden Zahnarzt ist abzustimmen, wer die Individualprophylaxe durchführt und abrechnet.
  4. Die IP4 Leistungen haben in einem medizinischen sinnvollen Zeitabstand zu erfolgen.
    Der Abstand zwischen zwei IP4 Leistungen:
    1. Gemäß Richtlinien zur Individualprophylaxe soll die erste lokale Fluoridierung während der Motivationsphase innerhalb von vier Monaten nach der Prophylaxeuntersuchung durchgeführt werden. Die weiteren Fluoridierungen sollen in regelmäßigen Abständen von ca. 6 Monaten erfolgen.
    2. Bei erhöhtem Kariesrisiko kann laut Bema-Bestimmung bei Versicherten ab dem 6. Lebensjahr bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres die IP4 je Kalenderhalbjahr zweimal abgerechnet werden. Diese zwei IP4 Leistungen haben regelmäßig in einem medizinisch sinnvollen Abstand von ca. drei Monaten (mindestens jedoch zwei Monaten) zu erfolgen.
    3. Entfällt
  5. Der Abstand zwischen der letzten erbrachten Fluoridierung nach Bema-Nr. FLA und der ersten Fluoridierung nach IP4:
    Die Leistung nach Bema-Nr. IP4 ist in der Zeit vom 61. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat nicht abrechenbar, wenn in diesem Zeitraum eine Leistung nach Bema-Nr. FLA erbracht wird und kein fachlich gebotener Mindestabstand zur Bema-Nr. IP4 von ca. drei Monaten (mindestens jedoch zwei Monaten) eingehalten wird.
  6. Nur das Auftragen von fluoridhaltigen Präparaten erfüllt den Leistungsinhalt der IP4.

Vereinbarung über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe) zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband


Bemerkung Beschluss des Bewertungsausschusses vom 17. Januar 2019: "In Bema-Nr. IP4 wird die Abrechnungsbestimmung Ziffer 2 aufgehoben. Nach dieser Bestimmung konnte eine Leistung nach Nr. IP4, die grds. nur für Versicherte im Alter von 6 bis 17 Jahren abgerechnet werden kann, bei vorzeitigem Durchbruch der 6-Jahrmolaren auch bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres abgerechnet werden. Durch Einführung der Bema-Nr. FLA wird eine eigenständige Leistungsnummer für die Fluoridierung bei Kindern in der Altersgruppe vom 6. bis zum vollendeten 72. Lebensmonat und damit bis zum 6. Lebensjahr geschaffen. Durch die Streichung der Abrechnungsbestimmung Ziffer 2 der Bema-Nr. IP4 wird nunmehr eine trennscharfe Abgrenzung der Anwendungsbereiche zwischen den Bema-Nrn. FLA und IP4 erreicht." (Vgl. KZVB Rundschreiben Nr. 3/2019 vom 28.05.2019, Anlage 3)
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