13

Präparieren einer Kavität, Füllen mit plastischem Füllmaterial einschließlich Unterfüllung, Anlegen einer Matrize oder die Benutzung anderer Hilfsmittel zur Formung der Füllung und Polieren

(F1)
32 Pkte.
a) einflächig

(F2)
39 Pkte.
b) zweiflächig

(F3)
49 Pkte.
c) dreiflächig

(F4)
58 Pkte.
d) mehr als dreiflächig oder Eckenaufbau im Frontzahnbereich unter Einbeziehung der Schneidekante



Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich sind nach den Nrn. 13 e, f, g und h nur abrechnungsfähig, wenn sie entsprechend der Adhäsivtechnik erbracht wurden. Sie sind abrechnungsfähig bei Kindern bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres, bei Schwangeren, bei Stillenden oder wenn eine Amalgamfüllung absolut kontraindiziert ist.

52 Pkte.
e) einflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich

64 Pkte.
f) zweiflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich

84 Pkte.
g) dreiflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich

100 Pkte.
h) mehr als dreiflächige Kompositfüllung im Seitenzahnbereich

  1. Mit der Abrechnung der Nr. 13 ist die Verwendung jedes erprobten und praxisüblichen plastischen Füllmaterials einschließlich der Anwendung der Ätztechnik und der Lichtaushärtung abgegolten. Eine Zuzahlung durch den Versicherten ist nicht zulässig. Die bundesmantelvertraglichen Regelungen bleiben unberührt.
  2. Amalgamfüllungen sind absolut kontraindiziert, wenn der Nachweis einer Allergie gegenüber Amalgam bzw. dessen Bestandteilen gemäß den Kriterien der Kontaktallergiegruppe der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie erbracht wurde bzw. wenn bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz neue Füllungen gelegt werden müssen.
  3. Das Legen einer Gussfüllung, ebenso die ggf. im Zusammenhang hiermit erbrachte Anästhesie oder durchgeführten Maßnahmen nach Nr. 12 sind über den Erfassungsschein nicht abzurechnen, wohl aber eine vorausgegangene Behandlung des Zahnes.
  4. Das Vorbereiten eines zerstörten Zahnes zur Aufnahme einer Krone ist nach der Nr. 13 a oder b abzurechnen.
  5. Neben den Leistungen nach den Nrn. 13 a und b kann die Leistung nach Nr. 16 nicht abgerechnet werden.
  6. Bei Füllungen nach den Nrn. 13 a bis h ist die Lage der Füllung in der Bemerkungsspalte anzugeben. Für die Bezeichnung der Füllungslage sind folgende Abkürzungen bzw. Ziffern zu verwenden:
m
o
d
v
l
=
=
=
=
1
2
3
4
5
=
=
=
=
=
mesial
okklusal/inzisal
distal
vestibulär (bukkal/labial)
lingual bzw. palatinal
Sofern Füllungen den Zahnhalsbereich erfassen, ist der Bezeichnung der Füllungslage der folgende Buchstabe bzw. die folgende Ziffer anzufügen:
z = 7 = zervikal

(Vgl. BMV-Z Anlage 1: Behandlungsplanung und Erstellung der Abrechnung)

Protokollnotiz:

  1. Der Bewertungsausschuss für die zahnärztlichen Leistungen geht davon aus, dass die nach den Nrn. 13 e, f, g und h abrechenbaren Füllungen im Seitenzahnbereich bei 1 % der Gesamtzahl der Füllungen liegen. Der Bewertungsausschuss empfiehlt der KZBV und den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen sowie dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen und den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen, geeignete Überprüfungsverfahren festzulegen, die sicherstellen, dass der angegebene Prozentsatz von 1 % eingehalten wird.
  2. Wird der Prozentsatz wesentlich überschritten, werden der Bewertungsausschuss und ggf. der Erweiterte Bewertungsausschuss eine Überprüfung des bestehenden Bewertungsmaßstabes vornehmen.

Zu Bema-Nr. 18:

  1. Neben einer Leistung nach der Nr. 18a können Leistungen nach den Nrn. 13a oder b und 13e oder f für das Vorbereiten eines zerstörten Zahnes zur Aufnahme einer Krone abgerechnet werden.

Mehrkostenvereinbarung in der Füllungstherapie

Wünscht der Patient eine über die Versorgung der gesetzlichen Krankenkasse hinausgehende, also eine aufwändigere Füllungstherapie, so ist gemäß § 28 Abs. 2 SGB V eine sogenannte „Mehrkostenvereinbarung“ mit dem Patienten möglich. Hier gilt, dass vor Beginn der Behandlung der Patient über die Vertragsleistung und mögliche Behandlungsalternativen aufzuklären ist.

§ 28 Abs. 2, Sätze 2 – 5 SGB V:
„Wählen Versicherte bei Zahnfüllungen eine darüber hinausgehende Versorgung, haben sie die Mehrkosten selbst zu tragen. In diesen Fällen ist von den Kassen die vergleichbare preisgünstigste plastische Füllung als Sachleistung abzurechnen. In Fällen des Satzes 2 ist vor Beginn der Behandlung eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Zahnarzt und dem Versicherten zu treffen. Die Mehrkostenregelung gilt nicht für Fälle, in denen intakte plastische Füllungen ausgetauscht werden.“

Matrix zum Gegenrechnen

KZVB-Hinweise:

  1. Materialkosten für Stifte bei Aufbaufüllungen (Bema-Nrn. 13a und b) können auf dem Erfassungsschein unter der Bema-Nr. 601 abgerechnet werden.
  2. Interims- oder Übergangsfüllungen stellen reine Privatleistungen dar.
  3. Die Bema-Nrn. 13c/d sind nicht in Verbindung mit der Bema-Nr. 14 abrechenbar.
  4. Füllungen, bei denen zum Austausch keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, die jedoch auf Wunsch des Patienten (z. B. aus Gründen der Kosmetik) erneuert werden sollen, stellen reine Privatleistungen dar. Dies gilt auch für die zugehörigen Begleitleistungen. Eine Mehrkostenberechnung nach § 28 Abs. 2 SGB V ist nicht möglich.
  5. Bei mehrkostenpflichtigen Füllungsleistungen können die Begleitleistungen nur dann als Sachleistung abgerechnet werden, wenn diese im speziellen Versorgungsfall auch bei einer Füllung im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung angefallen wären. Darüber hinausgehende Begleitleistungen werden im Rahmen der Mehrkostenregelung für Füllungen nach § 28 SGB V vereinbart.
  6. Ist an einem Molaren eine kariöse Fissur zu füllen und für die zweite kariesfreie Fissur erfolgt eine Versiegelung, so kann ggf. die Bema-Nr. 13 neben der Bema-Nr. IP5 abgerechnet werden.
  7. Im Zusammenhang mit geplanten Überkronungen ist in begründeten Fällen an einem Zahn mehr als eine Aufbaufüllung möglich und abrechenbar (maximal zwei Aufbaufüllungen).
    Vgl. KZVB Rundschreiben Nr. 2 vom 14.03.2017
  8. Mehrfarbentechnik im Sinne einer ästhetischen Optimierung ist nicht Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung (Behandlungs-Richtlinien B. III. Nr. 5). Dies gilt auch für Mehrschichttechniken.
  9. Die Bema-Nrn. 13c/d (Füllungen) sind nicht bei überkronten Zähnen abrechenbar. Bei einem Zahn, bei dem eine vorhandene Krone abgenommen wird (Bema-Nr. 23), kann eine neue Füllung nur über Bema-Nr. 13a oder 13b abgerechnet werden.
  10. Im Rahmen einer endodontischen Behandlungsmaßnahme ist in begründeten Einzelfällen die Abrechnung einer mehrflächigen Füllung neben einer einflächigen Füllung möglich. Zum Beispiel, wenn der Zahn vor der Wurzelbehandlung mit einer randdichten und ausreichend stabilen Restauration versorgt werden muss.
  11. Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich
  12. Die Abrechnung der Bema-Nummern 13e-h ist bei Patienten möglich, die an einer schweren Niereninsuffizienz oder an einer Allergie auf Amalgam bzw. dessen Bestandteilen leiden. Diese Allergie muss durch eine ärztliche Bescheinigung entsprechend den Kriterien der Kontaktallergie-Gruppe der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie nachgewiesen werden.
    Nachweise mittels alternativer Methoden (z. B. Elektroakupunktur) oder eines anderen Allergietests reichen nicht aus. Der Nachweis einer schweren Niereninsuffizienz wird durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung erbracht. Wir empfehlen Ihnen, diese Nachweise Ihrer Patientenkartei beizulegen.
  13. Die Abrechnung der Bema-Nummern 13e-h sind des Weiteren bei Kindern bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres, bei Schwangeren und bei Stillenden abrechnungsfähig.
    Bei der Versorgung von Milchmolaren ist zu beachten, dass Kompositfüllungen unter Anwendung der Adhäsivtechnik nach den Bema-Nrn. 13e-h nur unter strikter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots indiziert sein können. Für die Versorgung von Milchzähnen stehen auch alternative Materialien zur Verfügung, die nach den Bema-Nrn. 13a-d abzurechnen sind.
Vgl. KZVB Rundschreiben Nr. 5 vom 20.07.2018
RILI: Behandlungs-Richtlinien - B. III. Konservierende Behandlung


1 Wählen Schwangere, Stillende und Jugendliche unter 15 Jahren mehrkostenfähige Leistungen (z. B. Mehrfarbfüllungen, Inlays etc.) erfolgt die Gegenrechnung in der Regel über die Bema-Nrn. 13e-h. Eine Gegenrechnung über die Bema-Nrn. 13a-d wäre auch denkbar, wenn z. B. bei dem Patienten ein anderes plastisches Material als Komposit angezeigt wäre.
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