AIT

Antiinfektiöse Therapie

14 Pkte.
a) je behandeltem einwurzeligen Zahn

26 Pkte.
b) je behandeltem mehrwurzeligen Zahn

  1. Gegenstand der antiinfektiösen Therapie ist die Entfernung aller supragingivalen und klinisch erreichbaren subgingivalen weichen und harten Beläge (Biofilm und Konkremente) bei Zahnfleischtaschen mit einer Sondierungstiefe von 4 mm oder mehr. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen eines geschlossenen Vorgehens und sollte nach Möglichkeit innerhalb von vier Wochen abgeschlossen werden.
  2. Bei besonders schweren Formen der Parodontitis, die mit einem raschen Attachmentverlust einhergehen, kann im zeitlichen Zusammenhang mit der Antiinfektiösen Therapie die Verordnung systemisch wirkender Antibiotika angezeigt sein.
  3. Mit der Leistung nach Nr. AIT sind während oder unmittelbar danach erbrachte Leistungen nach den Nrn. 105, 107 und 107 a abgegolten.
  4. Die Gingivektomie oder Gingivoplastik sind mit der Nr. AIT abgegolten.

Aus der 28. Änderungsvereinbarung zum BMV-Z vom 04.08.2021:

Die Bema-Nr. AIT a/b, die zur Behandlung von Parodontitis außerhalb der systematischen Behandlung von Parodontitis und anderen Parodontalerkrankungen bei den anspruchsberechtigten Versicherten nach § 22a SGB V erbracht wird (vgl. G-BA vom 06.05.2021), ist mit dem Buchstaben "S" zu kennzeichnen (vgl. Ziffer 5 Anlage 1 zum BMV-Z).


KZVB-Hinweise:

  1. Die antiinfektiöse Therapie (AIT) dient der Beseitigung der entzündlichen Prozesse; Blutung bzw. Suppuration auf Sondierung sollen weitgehend eliminiert werden (§ 9 PAR-RL), folglich erfordern die Behandlungen in der Regel Anästhesiemaßnahmen.
  2. Die Bema-Nr. AIT ist nur bei natürlichen Zähnen abrechenbar und nicht bei Implantaten.
  3. Der Leistungsinhalt der Bema-Nr. AIT ist durch eine alleinige Lasertherapie bzw. Vector-Behandlung nicht erfüllt.
  4. Die Durchführung der antiinfektiösen Therapie beinhaltet die geschlossene mechanische Therapie (GMT). Zusätzliche selbständige Leistungen, die nicht Bestandteil der Bema-Nr. AIT sind, sind mit dem Patienten vor Beginn der Behandlung privat zu vereinbaren. Hierunter fallen zum Beispiel:
    • Desinfektion der Zahnfleischtaschen mit Laser
    • Desinfektion der Zahnfleischtaschen mit Ozon
    • Full Mouth Disinfection (FMD) gem. § 6 Abs. 1 GOZ
    • Mikrobiologische Diagnostik (§ 10 Abs. 2 PAR-RL)
    • Lokale Antibiotikatherapie
    • Einsatz von Langzeit-Desinfektionstherapeutika, wie Perio-Chip o. Ä.
    • Durchführung eines DNA-Keim-Testes o. Ä.
    • Auffüllen von Knochentaschen und Knochendefekten oder Einbringen von Proteinen
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