Verordnung von Krankenbeförderungen durch Vertragszahnärzte

Vertragszahnärzte dürfen nur in wenigen Fällen einen Krankentransport verordnen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 18.02.2016 die Richtlinie über die Verordnung von Krankenfahrten und Krankentransportleistungen angepasst. Gemäß der Richtlinie ist die Verordnung von Krankentransporten durch Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte nur bei zwingender medizinischer Notwendigkeit im Kontext mit einer vertragszahnärztlichen Behandlungsbedürftigkeit möglich.

Die Verordnungen für Krankenfahrten sind in folgenden Fällen für Fahrten zur ambulanten zahnärztlichen Behandlung genehmigungsfähig:

  1. Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen:
    • „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung)
    • „BI“ (Blindheit) oder
    • „H“ (Hilflosigkeit)
  2. Einstufungsbescheid gemäß SGB XI in die Pflegestufe 2 oder 3
  3. Vergleichbare dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität aufweisen.

Ausnahmen
In die Regelung nicht eingeschlossen sind Fälle, in denen Versicherte vorübergehend immobil sind und ein akuter oder nicht aufschiebbarer Behandlungsbedarf besteht. Fahrten zum Erfragen von Befunden, Abholen von Verordnungen etc. sind keine Kassenleistungen.

Genehmigungspflicht
Fahrten gemäß der Richtlinie bedürfen einer vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse. Genehmigungspflichtige Verordnungen sind der Krankenkasse frühzeitig vorzulegen. Dauer und Umfang (z. B. Transportmittel, Hin- und Rückfahrt) der Genehmigung werden von der Krankenkasse festgelegt.