Mittel zur Fluoridierung der Zähne

Für Kinder und Jugendliche, die an den Individualprophylaxe – Maßnahmen teilnehmen, können Fluoridierungsmittel in Form von Gel, Tabletten (jedoch nicht mehr empfohlen) und im Ausnahmefall auch Spüllösungen zur häuslichen Anwendung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr verordnet werden.

Der Ausschluss nicht rezeptpflichtiger Arzneimittel von der Versorgung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund von § 34 Abs. 1 SGB V zum 01.04.2004 gilt für Leistungen zur Krankenbehandlung nach §§ 27 ff SGB V und nicht für Leistungen zur Verhütung von Krankheiten nach §§ 20 ff SGB V. Somit hat die Regelung nach § 34 Abs. 1 SGB V keine Auswirkungen auf Verordnungen von Fluoridpräparaten, die zur Individualprophylaxe eingesetzt werden.

Eine Verordnung von Fluoridierungsmitteln, wie z. B. Elmex Gelee, ist daher weiterhin bis zum vollendeten 18. Lebensjahr möglich, unabhängig davon ob das Präparat rezeptpflichtig oder apothekenpflichtig ist.

Das Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung ist der Auffassung, dass auch Fluorid-Monopräparate, die nicht apothekenpflichtig sind (z. B. Zymafluor) zur prophylaktischen Anwendung nach § 22 SGB V verordnungsfähig sind. Dies entspricht auch einer gemeinsamen Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen.

Eine Verordnung von fluoridhaltigen Zahnpasten (z. B. Duraphat Zahnpasta) oder Fluorid-Lacken (z. B. Duraphat Susp., Bifluorid) ist als Patientenverordnung auf Kassenrezept nicht möglich.