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Medikamentöse Einlage in Verbindung mit Maßnahmen nach den Nrn. 28, 29 und 32, ggf. einschließlich eines provisorischen Verschlusses, je Zahn und Sitzung

(Med)
15 Pkte.

Medikamentöse Einlagen sind grundsätzlich auf drei Sitzungen beschränkt.

KZVB-Hinweise:

  1. Sind im Einzelfall weitere medikamentöse Einlagen ohne Vorliegen einer nachvollziehbaren medizinischen Indikation erforderlich, sind diese in der Regel mit dem Patienten privat zu vereinbaren.
  2. Eine erneute Abrechnung einer Wurzelkanalbehandlung durch dieselbe Praxis ist immer dann möglich, wenn klinisch und/oder radiologisch folgende Sachverhalte vorliegen:
    1. Reinfektion des Kanalsystems, die eine erneute, vergrößerte Aufbereitung des Wurzelkanalsystems erforderlich macht
    2. Revision einer Wurzelkanalfüllung nach richtlinienkonformem Abschluss und der Hinweis auf eine Entzündung im periapikalen Bereich (Schmerzsensation; Zunahme einer apikalen Aufhellung)
    3. Retrograde Revision einer Wurzelkanalfüllung im Rahmen einer richtlinienkonformen chirurgischen Revision
Der/die Sachverhalte und die medizinische Notwendigkeit der Wiederbehandlung muss schriftlich dokumentiert werden.
  1. Eine Mehrkostenberechnung im Rahmen einer Endo-Behandlung ist nicht möglich.
  2. In der Regel ist eine Röntgenaufnahme vor der endodontischen Behandlung und eine Abschlussaufnahme der Wurzelfüllung erforderlich. Die endodontische Messaufnahme kann auch über eine elektronische Längenmessung ersetzt werden. Auf eine entsprechende Dokumentation ist zu achten. Die elektronische Längenmessung stellt auch im Rahmen einer vertragszahnärztlichen endodontischen Behandlung keine vertragszahnärztliche Leistung dar.

RILI: Behandlungs-Richtlinien - B. III. Konservierende Behandlung