Feststellung Nr. 99
Zu Nrn. 57 und 59 (ab 01.01.2005: Bema-Teil 1)


Leistungen nach den Nrn. 57 und 59 sind im Zusammenhang mit einer systematischen PAR-Behandlung nur dann neben Leistungen nach Nr. P200 abrechenbar, wenn sie als zusätzliche ortsgetrennte chirurgische Eingriffe (Frenektomie - Vestibulumplastik) erforderlich sind.

Freie Schleimhauttransplantate, die in diesem Zusammenhang zur Deckung freigelegter Gebiete erforderlich werden, sind nach den GOÄ-Nrn. 174 (ab 01.01.2004: GOÄ-Nr. 2386) bzw. 176 (ab 01.01.2004: GOÄ-Nr. 2382) (je nach Größe) abrechenbar.

Ein koronaler Verschiebelappen ist nach GOÄ-Nr. 176 (ab 01.01.2004: GOÄ-Nr. 2382) abzurechnen.

Es muss sich dabei um einen Eingriff handeln, der nicht im Zusammenhang mit Leistungen nach Nr. P200 (ab 01.01.2004: Nrn. P200 bis P203) durchgeführt wird.

(Feststellung der AG vom 25. 11. 1982)

Hinweis bei Anwendung der Feststellung Nr. 99 ab 01.01.2004: Nach Abschnitt B. V der Allgemeinen Behandlungs-Richtlinien gehört die Behandlung von Rezessionen, des Fehlens keratinisierter Gingiva und der verkürzten angewachsenen Schleimhaut im Rahmen der Parodontalbehandlung nicht zur vertragszahnärztlichen Versorgung. Diese Leistungen können daher als Nr. 59 nicht abgerechnet werden.