100

Maßnahmen zum Wiederherstellen der Funktion oder zur Erweiterung einer abnehmbaren Prothese

30 Pkte.
a) kleinen Umfanges (ohne Abformung)

50 Pkte.
b) größeren Umfanges (mit Abformung)

44 Pkte.
c) Teilunterfütterung einer Prothese

55 Pkte.
d) Vollständige Unterfütterung einer Prothese im indirekten Verfahren

81 Pkte.
e) Vollständige Unterfütterung einer Prothese im indirekten Verfahren einschließlich funktioneller Randgestaltung im Oberkiefer

81 Pkte.
f) Vollständige Unterfütterung einer Prothese im indirekten Verfahren einschließlich funktioneller Randgestaltung im Unterkiefer


Neben Leistungen nach Nr. 100 sind Leistungen nach Nr. 98a, b oder c nicht abrechnungsfähig.

Leistungen nach Nr. 98f oder h sind neben Leistungen nach der Nr. 100 abrechnungsfähig, wenn eine Prothese um eine entsprechende Halte- oder Stützvorrichtung erweitert wird oder beim Ersatz einer Halte- oder Stützvorrichtung eine Neuplanung erforderlich ist.

Das Wiederbefestigen einer Halte- oder Stützvorrichtung kann nicht nach Nr. 98f oder h abgerechnet werden.

Durch Leistungen nach der Nr. 100 sind Nachbehandlungen abgegolten.
Maßnahmen zur Wiederherstellung von Wurzelstiftkappen sind nach Nr. 100 b abrechnungsfähig.

Leistungen nach Nrn. 100a und b können mehrfach oder nebeneinander nur abgerechnet werden, wenn die Wiederherstellung der Funktion oder die Erweiterung von abnehmbaren Prothesen nicht in einer Sitzung durchführbar ist. Das gleiche gilt, wenn Leistungen nach Nr. 100a oder b neben Leistungen nach Nrn. 100c bis f erbracht werden.

  1. Für das Reinigen, Säubern und Polieren von Prothesen können den Krankenkassen keine Kosten berechnet werden.
  2. Leistungen nach Nrn. 100e und f sind bei zahnlosem Kiefer und bei stark reduziertem Restgebiss - in der Regel bis zu drei Zähnen - abrechnungsfähig.
  3. Das Auffüllen eines Sekundärteleskops mit Kunststoffmassen bei einer Prothesenerweiterung ohne weitergehende Maßnahme ist nach Nr. 100a abrechnungsfähig.
  4. Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion oder zur Erweiterung einer implantatgetragenen totalen Prothese sind in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V1 nach den Nrn. 100a bis f abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nrn. 100ai bis 100fi zu kennzeichnen.

Zu Bema-Nrn. 96 - 100:

Die zusätzliche Berechnung von vertragszahnärztlichem Honorar bei Anwendung besonderer Abdruckmethoden ist nicht zulässig.

KZVB-Hinweise:

  1. In Bayern gilt für die Ersatzkassen und Regionalkrankenkassen, dass bei Heil- und Kostenplänen für Zahnersatzreparaturen keine vorherige Genehmigung mehr erforderlich ist. Es gibt kein Genehmigungsverfahren für Wiederherstellungs- und Erweiterungsmaßnahmen bei Zahnersatz nach den Befundklassen 6.1 bis 6.9 und 7.3, 7.4 und 7.7. Ausgenommen von dieser Regelung sind Heil- und Kostenpläne für sog. Härtefällle, sowie Fälle mit der Versichertenstatusergänzung 4, 6, 7 und 8. Diese Fälle unterliegen somit weiterhin der Genehmigungspflicht durch die Krankenkassen.
    Zudem ist die Höhe des Bonusanspruches – wie bisher auch – vom Zahnarzt auf dem Heil- und Kostenplan anzugeben. Kann der Bonusanspruch vom Zahnarzt nicht zweifelsfrei ermittelt werden, ist immer der Bonus „00“ bei der Abrechnung anzusetzen. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass der Patient einen höheren Bonus bekommt, wird der Differenzbetrag nach Vorlage des Bonusheftes von der Krankenkasse direkt an den Patienten ausbezahlt.
  2. Bei Wiederherstellungsmaßnahmen und Reparaturen ist zwingend das Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 12 SGB V zu beachten.
  3. Die Laborleistung für die Unterfütterung muss eindeutig spezifiziert werden.
  4. Eine direkte totale Unterfütterung einer Prothese stellt keine GKV-Leistung dar.
  5. Wird ein herausnehmbarer Zahnersatz wiederhergestellt und eingegliedert, ohne dass dies vom Zahnarzt veranlasst und die Funktionstauglichkeit von ihm überprüft wird, so können weder Honorar noch Material- und Laborkosten über die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns abgerechnet werden.
  6. Für das Abtrennen einer Klammer, das Polieren der Schnittfläche und das Anpassen des Kunststoffanteils ist die Bema-Nr. 106 abrechenbar.
  7. Das Löten eines perforierten Sekundärteleskop ist nach Bema-Nr. 24a abrechenbar.
  8. Die Unterfütterung von Interimsprothesen ist keine vertragszahnärztliche Leistung.
  9. Die Unterfütterung von Prothesen mit temporären Unterfütterungsmaterial (z. B. Visco-Gel oder ähnlichen Materialien) stellt keine vertragszahnärztliche Leistung dar.
  10. Das Wiederbefestigen eines vorhandenen Sekundärteleskops in die vorhandene Prothese, ist die Bema-Nr. 100b abrechenbar.
  11. Das nachträgliche Aktivieren von gegossenen Klammern, kann nach Bema-Nr. 100a abgerechnet werden.

1 Anmerkung der KZVB: Durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wurde § 30 SGB V, in dem die Versorgung mit Zahnersatz bis dahin geregelt war, zum 01.01.2005 aufgehoben und durch die §§ 55 bis 57 SGB V ersetzt.