97a

Totale Prothese/Cover-Denture-Prothese im Oberkiefer

250 Pkte.

Mit einer Leistung nach der Nr. 97a sind folgende Leistungen abgegolten:
Anatomische Abformung (auch des Gegenkiefers), Bissnahme, Farbbestimmung, Einprobe, Eingliedern, Nachbehandlung

97b

Totale Prothese/Cover-Denture-Prothese im Unterkiefer

290 Pkte.

Mit einer Leistung nach der Nr. 97b sind folgende Leistungen abgegolten:
Anatomische Abformung (auch des Gegenkiefers), Bissnahme, Farbbestimmung, Einprobe, Eingliedern, Nachbehandlung

Bei der Versorgung eines zahnlosen Kiefers durch eine implantatgetragene Prothese in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V1 sind die Nrn. 97a und 97b abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nr. 97ai und 97bi zu kennzeichnen.

Zu Bema-Nrn. 96 - 100:

Die zusätzliche Berechnung von vertragszahnärztlichem Honorar bei Anwendung besonderer Abdruckmethoden ist nicht zulässig.

Zu Bema-Nr. 98b und zu Bema-Nr. 98c:

  1. Leistungen nach Nr. 98b sind bei zahnlosem Kiefer und stark reduziertem Restgebiss - in der Regel bis zu 3 Zähnen - abrechnungsfähig.

Zu Bema-Nr. 98d:

  1. Eine Leistung nach der Nr. 98d ist nur neben der Nr. 97 (Totalprothese, Cover-Denture-Prothese) abrechnungsfähig, auch auf implantatgestützten Totalprothesen im Ober- und Unterkiefer, wenn die Lagebeziehung von Unterkiefer zu Oberkiefer mit einfacheren Methoden nicht reproduzierbar ermittelt werden kann.

KZVB-Hinweise:

  1. Für die Antragstellung ist eine Sprachregelung für die Interims- und Immediatversorgung erforderlich. Für die Abrechnung ist hier nicht die Tatsache des Eingliederungszeitpunktes, sondern der beabsichtigte Zweck der prothetischen Versorgung und die zu erwartenden Folgeleistungen (Neuanfertigung bzw. Unterfütterung) maßgebend.
    Die Interimsversorgung ist immer eine provisorische Zwischenlösung.
    Die Immediatversorgung ist die unmittelbar nach der Extraktion von Zähnen eingegliederte Sofort-Prothese, die später durch die Unterfütterung/funktionelle Ausformung zur endgültigen Prothese wird.
    Das zutreffende Kästchen auf dem Heil- und Kostenplan ist anzukreuzen und an die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns zu übermitteln.
  2. Nach der endgültigen Eingliederung des Zahnersatzes, ist der Heil- und Kostenplan abrechenbar.
    Das entsprechende Datum ist unbedingt in der Patientendokumentation festzuhalten.
  3. Bei Interimsprothesen ist in der Regel die Abformung mit einem konfektionierten Löffel ausreichend.
  4. Gaumenfreie Prothesen stellen keine vertragszahnärztlichen Leistungen dar.

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - D. III. Versorgung mit herausnehmbarem Zahnersatz


1 Anmerkung der KZVB: Durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wurde § 30 SGB V, in dem die Versorgung mit Zahnersatz bis dahin geregelt war, zum 01.01.2005 aufgehoben und durch die §§ 55 bis 57 SGB V ersetzt.