96

Versorgung eines Lückengebisses durch eine partielle Prothese einschließlich einfacher Haltevorrichtungen

  57 Pkte.
a) zum Ersatz von 1 bis 4 fehlenden Zähnen

  83 Pkte.
b) zum Ersatz von 5 bis 8 fehlenden Zähnen

115 Pkte.
c) zum Ersatz von mehr als 8 fehlenden Zähnen

Mit einer Leistung nach Nr. 96 sind folgende Leistungen abgegolten:
Anatomische Abformung (auch des Gegenkiefers), Bissnahme, Farbbestimmung, Einprobe, Eingliedern, Nachbehandlung.

  1. Ein fehlender Weisheitszahn ist als zu ersetzender, fehlender Zahn nur dann mitzuzählen, wenn sein Gebiet in die prothetische Versorgung einbezogen wird. Ist der Zahn 7 vorhanden, dann ist der Weisheitszahn nicht mitzuzählen.
  2. Die definitive Versorgung mit einer rein schleimhautgetragenen Prothese bedarf einer besonderen Begründung.

Zu Bema-Nrn. 96 - 100:

Die zusätzliche Abrechnung von zahnärztlichem Honorar bei Anwendung besonderer Abdruckverfahren ist nicht zulässig.

Zu Bema-Nr. 98b und zu Bema-Nr. 98c:

  1. Leistungen nach Nr. 98b sind bei zahnlosem Kiefer und stark reduziertem Restgebiss - in der Regel bis zu 3 Zähnen - abrechnungsfähig.

Zu Bema-Nr. 98d:

  1. Eine Leistung nach der Nr. 98d ist nur neben der Nr. 97 (Totalprothese, Cover-Denture-Prothese) abrechnungsfähig, auch auf implantatgestützten Totalprothesen im Ober- und Unterkiefer, wenn die Lagebeziehung von Unterkiefer zu Oberkiefer mit einfacheren Methoden nicht reproduzierbar ermittelt werden kann.

KZVB-Hinweise:

  1. Zähne, die komplizierte Halte- und Stützvorrichtungen bei der Eingliederung von Teilprothesen aufnehmen sollen, dürfen als vertragszahnärztliche Leistungen nur dann mit einer Krone versorgt werden, wenn diese Zähne "ww" oder "ur" im Sinne der Richtlinien sind.
  2. Für die Antragstellung ist eine Sprachregelung für die Interims- und Immediatversorgung erforderlich. Für die Abrechnung ist hier nicht die Tatsache des Eingliederungszeitpunktes, sondern der beabsichtigte Zweck der prothetischen Versorgung und die zu erwartenden Folgeleistungen (Neuanfertigung bzw. Unterfütterung) maßgebend.
    Die Interimsversorgung ist immer eine provisorische Zwischenlösung, die später durch eine definitive Versorgung ersetzt wird.
    Die Immediatversorgung ist die unmittelbar nach der Extraktion von Zähnen eingegliederte Sofort-Prothese, die später durch eine Unterfütterung/funktionelle Ausformung zur endgültigen Prothese wird.
    Das zutreffende Kästchen auf dem Heil- und Kostenplan ist anzukreuzen und an die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns zu übermitteln.
  3. Ein zahnärztliches Honorar für das Anbringen von einarmigen Klammern oder Haltevorrichtungen ohne stützende Funktion ist nicht abrechenbar. Material- und Laborkosten sind berechenbar.
  4. Nach der entgültigen Eingliederung des Zahnersatzes ist der Heil- und Kostenplan abrechenbar. Das entsprechende Datum ist unbedingt in der Patientendokumentation festzuhalten.
  5. Gaumenfreie Prothesen stellen keine vertragszahnärztlichen Leistungen dar. Teilprothesen benötigen eine Transversalverbindung.
RILI: Zahnersatz-Richtlinien - C. Voraussetzungen und Grundsätze

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - D. III. Versorgung mit herausnehmbarem Zahnersatz

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - D. IV. Kombinationsversorgung