91

Versorgung eines Lückengebisses durch eine Brücke, bei Verwendung von Teleskopkronen im Zusammenhang mit einer herausnehmbaren Prothese, je Pfeilerzahn

118 Pkte.
a) Metallische Vollkrone

128 Pkte.
b) Vestibulär verblendete Verblendkrone

136 Pkte.
c) Metallische Teilkrone

190 Pkte.
d) Teleskop-/Konuskrone

  43 Pkte.
e) Verwendung eines Geschiebes bei geteilten Brücken mit disparallelen Pfeilern zusätzlich zu den Nrn. 91a bis c

  1. Mit den Leistungen nach den Nrn. 91 und 92 sind folgende Leistungen abgegolten:
    Präparation, ggf. Farbbestimmung, Bissnahme, Abformung, Einprobe, Einzementieren, Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion.
  2. Gegossene Einlagefüllungen als Brückenanker sind nicht abrechnungsfähig.
  3. Für die Erneuerung des Primär- oder Sekundärteils einer Teleskop- oder Konuskrone ist bei Neuanfertigung oder Wiederherstellung einer Prothese oder abnehmbaren Brücke die halbe Gebühr für die Nr. 91d abzurechnen.
Sofern bei der Eingliederung einer Brücke mehrere Brückenanker im Verbund angezeigt sind, werden nur die an die Lücke angrenzenden Anker nach Nr. 91 abgerechnet. Die weiteren Anker, die nicht an die Lücke angrenzen, werden nach Nr. 20 abgerechnet, auch wenn sie mit den angrenzenden Brückenankern verbunden sind.

KZVB-Hinweise:

  1. Bei der provisorischen Eingliederung von festsitzendem Zahnersatz ist zwischen einer ''provisorischen Eingliederung'' und einer ''semipermanenten Eingliederung'' zu unterscheiden.
    Die ''provisorische Eingliederung'' bedeutet, dass noch Veränderungen am eingegliederten Zahnersatz vorgenommen werden. Aus diesem Grund ist der Heil- und Kostenplan zum Zeitpunkt der provisorischen Eingliederung noch nicht abrechenbar, da der Zahnersatz noch nicht endgültig fertiggestellt ist.
    Wird dagegen eine prothetische Versorgung für längere Zeit zum Probetragen eingegliedert, ohne dass weitere Maßnahmen oder Veränderungen von vornherein geplant sind, ist dies in der Patientendokumentation mit dem Vermerk ''semipermanente Eingliederung'' zu dokumentieren. In diesem Fall ist eine sofortige Abrechnungsmöglichkeit gegeben.
    Bitte achten Sie in diesem Zusammenhang auf die richtige patientenbezogene Dokumentation.
  2. Die Adhäsive Befestigung nach GOZ 2197 je Maßnahme plus Auslagen nach § 9 GOZ (z. B. Konditionieren, Silanisieren) ist zusätzlich über den Teil 2 des Heil- und Kostenplans zu vereinbaren. Im Heil- und Kostenplan Teil 1 ist im Bemerkungsfeld auf die adhäsive Befestigung hinzuweisen.
  3. Zahnhalskaries bei überkronten Zähnen, die die Funktionstauglichkeit der Krone bzw. des Brückenankers nicht beeinträchtigt, ist konservierend zu versorgen. Es besteht kein Grund für die Neuanfertigung einer Krone.
  4. Für das Wiederbefestigen oder Einarbeiten des vorhandenen Sekundärteleskops in eine neue Prothese kann kein Honorar nach Bema-Nr. 91d berechnet werden.
  5. Folgende Versorgungsformen stellen keine Vertragsleistung dar und sind privat mit dem Patienten zu vereinbaren:
    • Inlays, Onlays und Overlays
    • Veneers
    • Kunststoffmantelkronen (Jacketkrone)
    • Glasfaserkronen
    • Kronen aus Kunststoff (PEEK)
RILI: Zahnersatz-Richtlinien - B. Voraussetzungen für Leistungsansprüche der Versicherten im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - C. Voraussetzungen und Grundsätze

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - D. IV. Kombinationsversorgung