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Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion von Kronen

25 Pkte.
a) Wiedereinsetzen einer Krone oder dergleichen

43 Pkte.
b) Erneuerung oder Wiedereinsetzen einer Facette, einer Verblendschale oder dergleichen

  7 Pkte.
c) Abnahme und Wiederbefestigung einer provisorischen Krone nach der Nr. 19 oder 21

  1. Eine Leistung nach Nr. 24c kann höchstens dreimal je Krone abgerechnet werden. Im Heil- und Kostenplan kann sie in der Gebührenvorausberechnung nicht angesetzt werden.
  2. Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktion von Einzelkronen auf Implantaten sind in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V1 nach Nrn. 24a, 24b und 24c abrechnungsfähig und bei der Abrechnung als Nr. 24ai, 24bi und Nr. 24ci zu kennzeichnen.

KZVB-Hinweise:

  1. Bei Wiederherstellungsmaßnahmen und Reparaturen ist zwingend das Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 12 SGB V zu beachten.
  2. Die Bema-Nrn. 24a ist abrechenbar, wenn eine Krone zur Wiederherstellung der Funktion abgenommen, wiederhergestellt und neu einzementiert werden muss. Für die Abnahme der Krone ist die Bema-Nr. 23 über den Bema-Teil 1 (KCH) abrechenbar. Als zahntechnische Leistungen sind u. a. die BEL-Nr. 820 0 plus ggf. die BEL-Nr. 807 0 berechenbar.
  3. Die Bema-Nr. 24b ist immer abrechenbar, wenn an einer Krone eine Verblendung wiederhergestellt oder erneuert werden muss. Zur Regelversorgung gehören vestibuläre Verblendungen im Oberkiefer bis einschließlich Zahn 5, im Unterkiefer bis einschließlich Zahn 4. Im Bereich der Zähne 1 bis 3 umfasst die vestibuläre Verblendung auch die Schneidekanten.
    Die Erneuerung der Verblendung kann direkt oder indirekt erfolgen. Bei der direkten Erneuerung ist das Kunststoffmaterial berechenbar. Bei der indirekten Erneuerung ist ein Modell und die Verblendung (BEL-Nrn. 160 0, 162 0 oder 164 0) abrechenbar. Das Entfernen einer defekten Verblendung ist nicht berechenbar.
  4. Die Bema-Nrn. 24a und 24b sind zugleich an einem Zahn möglich, sofern sowohl die Facette/Verblendung wiederhergestellt wird, als auch die Krone selbst rezementiert werden muss.
  5. Löten eines perforierten Sekundärteleskopes ist nach Bema-Nr. 24a abrechenbar.
  6. Das alleinige Wiederbefestigen einer provisorischen Krone löst keinen Festzuschuss und keine Bema-Position aus.
  7. Wird eine Krone provisorisch für weitergehende endodontische Behandlungsmaßnahmen wiederbefestigt, so kann keine Gebühr, z. B. auch nicht die Bema-Nr. 24c, abgerechnet werden.
  8. Stellt sich ein Patient aus einer anderen Praxis zur Wiederbefestigen einer Krone vor, kommt nur eine Abrechnung nach GOZ in Betracht.
  9. Die Bema-Nr. 24c ist nur abrechenbar, wenn die Bema-Nrn. 19/21 abgerechnet wurde.
  10. Die Adhäsive Befestigung nach GOZ 2197 je Maßnahme plus Auslagen nach § 9 GOZ (z. B. Konditionieren, Silanisieren) ist zusätzlich über den Teil 2 des Heil- und Kostenplans zu vereinbaren. Im Heil- und Kostenplan Teil 1 ist im Bemerkungsfeld auf die adhäsive Befestigung hinzuweisen.

1 Anmerkung der KZVB: Durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wurde § 30 SGB V, in dem die Versorgung mit Zahnersatz bis dahin geregelt war, zum 01.01.2005 aufgehoben und durch die §§ 55 bis 57 SGB V ersetzt.