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Vorbereitende Maßnahmen

19 Pkte.
a) Abformung, Bissnahme in habitueller Okklussion für das Erstellen von dreidimensional orientierten Modellen des Ober- und Unterkiefers zur diagnostischen Auswertung und Planung sowie schriftliche Niederlegung

19 Pkte.
b) Abformung, Bissnahme für das Erstellen von Modellen des Ober- und Unterkiefers zur diagnostischen Auswertung und Planung sowie schriftliche Niederlegung

  1. Eine Leistung nach den Nrn. 7a oder b ist bei allen nach der Planung notwendig werdenden Abformungsmaßnahmen nur dann abrechnungsfähig, wenn mit der Herstellung der Modelle eine diagnostische Auswertung und Planung verbunden ist. Für die Erstellung von Arbeitsmodellen können nur Material- und Laboratoriumskosten abgerechnet werden.
    Die vorbereitenden Maßnahmen (Nr. 7a) sind nur im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung abrechnungsfähig. Sie sind bis zu dreimal im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung, bei kombiniert kieferorthopädisch/kieferchirurgischer Behandlung bis zu viermal abrechnungsfähig. Dies gilt nicht bei der frühen Behandlung einer Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte oder anderer kraniofacialer Anomalien, eines skelettal-offenen Bisses, einer Progenie oder verletzungsbedingter Kieferfehlstellungen.
  2. Die vorbereitenden Maßnahmen (Nr. 7b) sind nur im Rahmen der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen sowie der Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen des Gesichtsschädels abrechnungsfähig.
  3. Im Rahmen der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen sind Leistungen nach der Nr. 7b neben alleinigen Maßnahmen nach Nrn. 20 und 100 in der Regel nicht abrechnungsfähig.
  4. Leistungen nach der Nr. 7a oder b sind nach dem für die Kieferorthopädie und zahnprothetische Behandlung geltenden Punktwert abzurechnen, soweit sie im Zusammenhang mit diesen Leistungen erbracht werden.
Zu Bema-Nr. 117:
Die Nr. 117 ist je Nr. 7a abrechenbar.

KZVB-Hinweise:

  1. Die Material- und Laborkosten für das Gipsmodellpaar sind im gleichem Quartal wie die Bema-Nr. 7a abzurechnen. Der Leistungsinhalt der Bema-Nr. 7a ist erst dann erfüllt, wenn die Auswertung erfolgt ist.
    Für das Erstellen aller anderen Gipsmodelle sind lediglich Material- und Laborkosten berechenbar.
  2. Eine technische Gerätezeichnung oder Anweisung an den Techniker alleine erfüllt nicht den Leistungsinhalt der Bema-Nr. 7a.
  3. Die Bema-Nr. 7a fällt bei einer kieferorthopädischen Behandlung in der Regel dann an, wenn eine diagnostische Auswertung und Planung anhand beider Kiefermodelle (Bema-Nr. 7a) notwendig wird.
    Dies trifft normalerweise zu
    1. vor Behandlungsbeginn im Zuge der vorbereitenden Maßnahmen,
    2. mehrmals während der Behandlung zur Kontrolle und Überwachung des Behandlungsablaufes, zur Weiterbehandlung oder zur Umstellung der Behandlung (fortlaufende Diagnostik),
    3. am Ende der aktiven Behandlung zur Beurteilung der weiteren Gebissentwicklung und der für die Retention notwendigen Maßnahmen.
  4. Sofern die Bema-Nr. 7a öfters als 4-mal erbracht werden muss, stellt dies keine GKV-Leistung dar.
  5. Unter fortlaufender Diagnostik ist die sog. "geistige Auswertung" von Modellen, die Überprüfung des bisherigen Behandlungsablaufes, die Beurteilung des Status präsens und die prognostische Beurteilung der weiteren Behandlung zu verstehen. Die Ergebnisse der Auswertung müssen in den Behandlungsunterlagen dokumentiert sein.
  6. Grundsätzlich ist die Einstufung nach KIG 1 und 2 ohne diagnostische Leistungen möglich. In Einzelfällen ist die Bema-Nr. 7a bei diesen Einstufungen erforderlich und abrechenbar, die Leistung nach Bema-Nr. 117 in aller Regel nicht. Die Leistung nach der Bema-Nr. 116 ist in Verbindung mit KIG-Einstufungen nach 1 und 2 nicht notwendig und somit auch nicht abrechenbar.
RILI: Kieferorthopädische Behandlung - B. Vertragszahnärztliche Behandlung