20

Versorgung eines Einzelzahnes durch

148 Pkte.
a) eine metallische Vollkrone

158 Pkte.
b) eine vestibulär verblendete Verblendkrone

187 Pkte.
c) eine metallische Teilkrone

Mit einer Leistung nach Nr. 20 sind folgende Leistungen abgegolten:
Präparation, ggf. Farbbestimmung, Bissnahme, Abformung, Einprobe, Einzementieren, Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion.

  1. Einzelkronen als Schutz- und Stützkronen sind nach Nr. 20 abzurechnen.
  2. Einzelkronen auf Implantaten sind in den vom Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen festgelegten Ausnahmefällen gem. § 30 Abs. 1 Satz 5 SGB V1 analog nach den Nrn. 20a/20b abrechnungsfähig und bei der Abrechnung mit i zu kennzeichnen.
  3. Die Präparation einer Teilkrone erfordert die Überkupplung aller Höcker eines Zahnes. Die Präparation einer Teilkrone ist überwiegend supragingival und bedeckt die gesamte Kaufläche und somit sämtliche Höcker.

Zu Bema-Nr. 7:

  1. Im Rahmen der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen sind Leistungen nach der Nr. 7b neben alleinigen Maßnahmen nach Nrn. 20 und 100 in der Regel nicht abrechnungsfähig
Sofern bei der Eingliederung einer Brücke mehrere Brückenanker im Verbund angezeigt sind, werden nur die an die Lücke angrenzenden Anker nach Nr. 91 abgerechnet. Die weiteren Anker, die nicht an die Lücke angrenzen, werden nach Nr. 20 abgerechnet, auch wenn sie mit den angrenzenden Brückenankern verbunden sind.

KZVB-Hinweise:

  1. Bei Verwendung eines individuellen Löffels zur Abformung für eine Einzelkrone ist vertraglich die Berechnung des Honorars nach Bema-Nr. 98a ausgeschlossen.
  2. Eine Teilkrone liegt vor, wenn die gesamte Kaufläche bedeckt wird, zusätzlich alle Höcker eines Zahnes umfasst und überkuppelt sind und darüber hinaus mindestens an einer Stelle mit der Präparation die Gingivalgrenze erreicht wird (i.d.R. approximal).
    Im Frontzahnbereich bedeckt eine (keramische) Teilkrone die Labialfläche bis zur Gingivalgrenze. Zusätzlich umfasst die Präparation die Inzisalkante (Abgrenzung zum Veneer).
    Inlays, Onlays und Overlays erfüllen weder den Leistungsinhalt der Bema-Nr. 20c noch lösen sie einen Festzuschuss aus.
  3. Die Überkronung abradierter Zähne aus kosmetischen Gründen stellt keine vertragszahnärztliche Leistung dar. Aus funkionellen Gründen ist es eine GKV-Leistung.
  4. Die Überkronung nach Prämolarisierung stellt eine gleichartige Versorgung dar. Der Befund ist "ww" und löst insgesamt einen Festzuschuss 1.1 aus. Die Prämolarisierung selbst stellt keine vertragszahnärztliche Leistung dar.
  5. Bei der temporären Eingliederung von festsitzendem Zahnersatz ist zwischen einer "provisorischen Eingliederung" und einer "semipermanenten Eingliederung" zu unterscheiden.
    Die "provisorische Eingliederung" bedeutet, dass noch Veränderungen am eingegliederten Zahnersatz vorgenommen werden. Aus diesem Grund ist der Heil- und Kostenplan zum Zeitpunkt der provisorischen Eingliederung noch nicht abrechenbar, da der Zahnersatz noch nicht endgültig fertiggestellt ist.
    Wird dagegen eine prothetische Versorgung für längere Zeit zum Probetragen eingegliedert, ohne dass weitere Maßnahmen oder Veränderungen von vornherein geplant sind, ist dies in der Patientendokumentation mit dem Vermerk "semipermanente Eingliederung" einzutragen. In diesem Fall ist eine sofortige Abrechnungsmöglichkeit gegeben. Bitte achten Sie in diesem Zusammenhang auf die patientenbezogene Dokumentation.
  6. Die Adhäsive Befestigung nach GOZ 2197 je Maßnahme plus Auslagen nach § 9 GOZ (z. B. Konditionieren, Silanisieren) ist zusätzlich über den Teil 2 des Heil- und Kostenplans zu vereinbaren. Im Heil- und Kostenplan Teil 1 ist im Bemerkungsfeld auf die adhäsive Befestigung hinzuweisen.
  7. Zahnhalskaries bei überkronten Zähnen, die die Funktionstauglichkeit der Krone bzw. des Brückenankers nicht beeinträchtigt, ist konservierend zu versorgen. Es besteht kein Grund für die Neuanfertigung einer Krone.
  8. Die vestibuläre Verblendung im Verblendbereich stellt eine Regelversorgung dar, unabhängig davon, ob es sich um Keramik oder Kunststoff handelt.
  9. Folgende Versorgungsformen stellen keine Vertragsleistung dar und sind privat mit dem Patienten zu vereinbaren:
    • Inlays, Onlays und Overlays
    • Veneers
    • Kunststoffmantelkronen (Jacketkrone)
    • Glasfaserkronen
    • Kronen aus Kunststoff (PEEK)
RILI: Zahnersatz-Richtlinien - B. Voraussetzungen für Leistungsansprüche der Versicherten im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - C. Voraussetzungen und Grundsätze

RILI: Zahnersatz-Richtlinien - D. I. Versorgung mit Zahnkronen


1 Anmerkung der KZVB: Durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wurde § 30 SGB V, in dem die Versorgung mit Zahnersatz bis dahin geregelt war, zum 01.01.2005 aufgehoben und durch die §§ 55 bis 57 SGB V ersetzt.