IP2

Mundgesundheitsaufklärung bei Kindern und Jugendlichen

17 Pkte.

Aufklärung des Versicherten und ggf. dessen Erziehungsberechtigten über Krankheitsursachen sowie deren Vermeidung, Motivation und Remotivation
Die Mundgesundheitsaufklärung umfasst folgende Leistungen:

  • Aufklärung über Ursachen von Karies und Gingivitis sowie deren Vermeidung
  • ggf. Ernährungshinweise und Mundhygieneberatung, auch unter Berücksichtigung der Messwerte der gewählten Mundhygiene-Indizes
  • Empfehlungen zur Anwendung geeigneter Fluoridierungsmittel zur Schmelzhärtung (fluoridiertes Speisesalz, fluoridierte Zahnpasta, fluoridierte Gelees und dergl.); ggf. Abgabe/Verordnung von Fluoridtabletten
  • praktische Übung von Mundhygienetechniken, auch zur Reinigung der Interdentalräume.

Der Zahnarzt soll Inhalt und Umfang der notwendigen Prophylaxemaßnahmen nach den individuellen Gegebenheiten des Einzelfalles festlegen. In einem Zeitraum von drei Jahren sind alle Leistungsbestandteile mindestens einmal zu erbringen.

  1. Eine Leistung nach Nr. IP2 kann je Kalenderhalbjahr einmal abgerechnet werden.
  2. Die Abrechnung der Nr. IP2 setzt die Einzelunterweisung voraus.

KZVB-Hinweise:

  1. IP-Leistungen sind auch vom Kieferorthopäden berechenbar. Mit dem überweisenden Zahnarzt ist abzustimmen, wer die Individualprophylaxe durchführt und abrechnet.
  2. Eine ausführliche Dokumentation in der Karteikarte ist notwendig.
Vereinbarung über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe) zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und allen Spitzenverbänden der Krankenkassen (Anspruchsberechtigung geändert ab 16.10.2003)