IP1

Mundhygienestatus

20 Pkte.

Die Erhebung des Mundhygienestatus umfasst die Beurteilung der Mundhygiene und des Gingivazustands anhand eines geeigneten Indexes (z. B. Approximalraum-Plaqueindex, Quigley-Hein-Index, Papillenblutungsindex; der einmal gewählte Index ist beizubehalten), die Feststellung und Beurteilung von Plaque-Retentionsstellen und ggf. das Anfärben der Zähne.

  1. Eine Leistung nach Nr. IP1 kann je Kalenderhalbjahr einmal abgerechnet werden.
  2. Leistungen nach den Nrn. IP1 bis IP5 können nur für Versicherte abgerechnet werden, die das sechste, aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben. Für andere Versicherte können die Nrn. IP4 bis IP5 nur abgerechnet werden, soweit dies in den Abrechnungsbestimmungen ausdrücklich vereinbart ist.

KZVB-Hinweise:

  1. IP-Leistungen sind auch vom Kieferorthopäden berechenbar. Mit dem überweisenden Zahnarzt ist abzustimmen, wer die Individualprophylaxe durchführt und abrechnet.
  2. Mit dem Eintrag in das Bonusheft bestätigt der Zahnarzt nicht nur die Kontrolluntersuchungen, sondern auch, dass das Gebiss eine regelmäßige Zahnpflege erkennen lässt. Es dient somit gleichfalls als Nachweis für eine gute Mundhygiene (§ 55 Abs. 1 SGB V). Ein Missbrauch des Bonusheftes führt zur Belastung des einzelnen Zahnarzt-Budgets.
  3. Eine regelmäßige Mundpflege muss durch einen Mundhygieneindex dokumentiert sein.
  4. Die Erhebung des Mundhygieneindexes ist bei Personen, die nicht Leistungen nach Bema-Nrn. IP1 - IP5 beanspruchen können, keine vertragszahnärztliche Leistung.
Vereinbarung über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe) zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und allen Spitzenverbänden der Krankenkassen (Anspruchsberechtigung geändert ab 16.10.2003)