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Besondere Maßnahmen beim Präparieren oder Füllen (Separieren, Beseitigen störenden Zahnfleisches, Anlegen von Spanngummi, Stillung einer übermäßigen Papillenblutung), je Sitzung, je Kieferhälfte oder Frontzahnbereich

(bMF)
10 Pkte.

  1. Das Separieren von Zähnen bei kieferorthopädischer Behandlung und das Anlegen von Spanngummi bei Fissurenversiegelung können nach Nr. 12 abgerechnet werden.
  2. Die Abrechnung der Nr. 12 im Zusammenhang mit den Nrn. 18, 20 und 91 für das Verdrängen des Zahnfleisches zum Zwecke der Abformung, z. B. mittels Retraktionsringen oder -fäden, ist nicht möglich.
    Muss jedoch störendes Zahnfleisch, z. B. zum Zwecke des Erkennens von unter sich gehenden Stellen, zur Darstellung der Präparationsgrenze oder zur subgingivalen Stufenpräparation, z. B. durch Retraktionsringe verdrängt werden, ist die Nr. 12 abrechnungsfähig.

KZVB-Hinweise:

  1. In einer Sitzung ist die Bema-Nr. 12 für das Separieren zur Bebänderung je Kieferhälfte oder Frontzahngebiet abrechenbar. Die Bema-Nr. 12 kann demnach im Höchstfall zweimal je Kiefer und je Sitzung abgerechnet werden.

    Beispiele:
    Werden die Zähne 13 bis 23 in einer Sitzung separiert, so ist die Bema-Nr. 12 nur einmal abrechenbar.
    Werden die Zähne 14 bis 24 in einer Sitzung separiert, so ist die Bema-Nr. 12 zweimal abrechenbar.
  2. Für das "Slicen" (auch Strippen) ist die Bema-Nr. 12 abrechnungsfähig.
  3. Für eine Durchbruchshilfe ist die Bema-Nr. 49 abrechenbar.