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Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung

(U)
18 Pkte.

  1. Neben einer Leistung nach Nr. 01 kann für dieselbe Sitzung eine Beratungsgebühr nicht abgerechnet werden. Für eine der nachfolgenden Sitzungen kann eine Leistung nach Nr. Ä1 nur dann abgerechnet werden, wenn sie als alleinige Leistung erbracht wird (siehe Abrechnungsbestimmung Nr. 1 Satz 1 zu Nr. Ä1).
  2. Eine Leistung nach Nr. 01 kann je Kalenderhalbjahr einmal abgerechnet werden, frühestens nach Ablauf von vier Monaten.
    Eine Leistung nach Nr. 01 kann neben der Leistung nach Nr. FU in demselben Kalenderhalbjahr nicht abgerechnet werden. Im folgenden Kalenderhalbjahr kann eine Leistung nach Nr. 01 frühestens vier Monate nach Erbringung der Nr. FU abgerechnet werden.
  3. Die festgestellten Befunde sind fortlaufend mit folgenden Mindestangaben in der Karteikarte aufzuzeichnen:
kariöse Defekte = c
fehlende Zähne =  f
zerstörte Zähne = z
Zahnstein, Mundkrankheit, sonstiger Befund (z. B. Fistel)
  1. Über die Nrn. Ä1, 01k und 01 hinausgehende Möglichkeiten der Abrechnung einer Untersuchung bestehen nicht.
  2. Eine eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten stellt in einem Behandlungsfall in der Regel die erste Maßnahme dar (Ausnahmen z. B. Schmerzfall).
  3. Eine Leistung nach Nr. 01 kann nicht im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung abgerechnet werden. Sie ist jedoch dann während einer kieferorthopädischen Behandlung abrechnungsfähig, wenn sie anderen als kieferorthopädischen Zwecken dient.

KZVB-Hinweise:

  1. Zur Vermeidung einer Doppelabrechnung der Bema-Nr. 01 durch den Kieferorthopäden und anschließend durch den Zahnarzt, kann der Kieferorthopäde im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung für die eingehende Untersuchung des Gebisses in der Regel nur die Bema-Nr. Ä1 abrechnen.
    Im Einzelfall ist der Kieferorthopäde berechtigt, dann die Nr. 01 abzurechnen, wenn nach eingehender Untersuchung festgestellt wird, dass keine konservierend-chirurgische Behandlung notwendig ist. Dieser 01-Befund ist auf dem Krankenblatt einzutragen.
    Der Patient ist vom Ergebnis zu unterrichten.
    Diese Regelung gilt nicht vor oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung (siehe TeKo-Beschluss Nr. 127).
  2. Für die Anfangsuntersuchung ist auch vom Kieferorthopäden die Bema-Nr. 01 abrechenbar.
    Die Abrechnung der Bema-Nr. 01 erfolgt durch Zahnärzte im Rahmen der KCH-Abrechnung.
  3. IP- und FU-Leistungen sind auch von Kieferorthopäden abrechenbar.
    Gegebenenfalls ist mit dem überweisenden Zahnarzt abzustimmen, wer die Individualprophylaxe bzw. Früherkennungsuntersuchungen durchführt und abrechnet.
  4. Neben einem Besuch nach den Bema-Nrn. 151 bis 155 sind die Leistungen nach den Nrn. Ä1, 01 und 01k nicht berechnungsfähig.
Vereinbarung über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Individualprophylaxe) zwischen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung und allen Spitzenverbänden der Krankenkassen (Anspruchsberechtigung geändert ab 16.10.2003)