Ä1

Beratung eines Kranken, auch fernmündlich

(Ber)
9 Pkte.

  1. Eine Leistung nach Nr. Ä1 kann als alleinige Leistung oder neben der ersten zahnärztlichen Leistung abgerechnet werden. Sie kann jedoch neben Nr. 01 nicht abgerechnet werden, wenn beide Leistungen in derselben Sitzung erbracht werden. Ferner kann eine Beratungsgebühr nicht neben einer Gebühr für einen Besuch abgerechnet werden.
  2. Wenn in dem Behandlungsfall bereits eine Beratungs- oder Besuchsgebühr abgerechnet worden ist, kann auch neben der ersten zahnärztlichen Leistung eine Beratungsgebühr nicht abgerechnet werden.
  3. Eine Leistung nach Nr. Ä1 kann nicht anstelle einer Gebühr für eine andere zahnärztliche Leistung abgerechnet werden.
  4. Über die Nrn. Ä1, 01k und 01 hinausgehende Möglichkeiten der Abrechnung einer Untersuchung und/oder Beratung bestehen nicht.
  5. Eine Leistung nach Nr. Ä1 zum Zwecke des Abschlusses einer zahnärztlichen Behandlung ist keine abrechnungsfähige Leistung.
  6. Die Tatsache, dass sich ein Krankheitsfall über mehrere Abrechnungszeiträume erstreckt (z. B. Wurzelbehandlung, Maßnahmen nach chirurgischen Eingriffen), berechtigt für sich allein den Zahnarzt nicht, in jedem neuen Abrechnungszeitraum die Nr. Ä1 abzurechnen.
  7. Erstreckt sich ein Krankheitsfall über mehrere Abrechnungszeiträume (Quartale), so ist nach vorausgegangener Leistung nach Nr. 01 oder Ä1 die Nr. Ä1 im Folgequartal nur abrechnungsfähig, wenn zwischen der Leistung nach Nr. 01 oder Ä1 im Vorquartal und der Leistung nach Nr. Ä1 im Folgequartal ein Zeitraum von 18 Kalendertagen überschritten ist, es sei denn, die Behandlung in diesem Folgequartal geht über den nach Nr. 01 oder Ä1 erhobenen Befund hinaus. Als alleinige Leistung ist die Nr. Ä1 immer abrechnungsfähig.
  8. Eine Leistung nach Nr. Ä1 kann nicht im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung abgerechnet werden. Sie ist jedoch dann während einer kieferorthopädischen Behandlung abrechnungsfähig, wenn sie anderen als kieferorthopädischen Zwecken dient.

KZVB-Hinweise:

  1. Zur Vermeidung einer Doppelabrechnung der Bema-Nr. 01 durch den Kieferorthopäden und anschließend durch den Zahnarzt, kann der Kieferorthopäde im Verlauf einer kieferorthopädischen Behandlung für die eingehende Untersuchung des Gebisses in der Regel nur die Bema-Nr. Ä1 abrechnen.
    Im Einzelfall ist der Kieferorthopäde berechtigt, dann die Bema-Nr. 01 abzurechnen, wenn nach eingehender Untersuchung festgestellt wird, dass keine konservierend-chirurgische Behandlung notwendig ist. Dieser 01-Befund ist auf dem Krankenblatt einzutragen.
    Der Patient ist vom Ergebnis zu unterrichten.
    Diese Regelung gilt nicht vor oder nach einer kieferorthopädischen Behandlung (siehe TeKo-Beschluss Nr. 127).
  2. Bema-Nr. Ä1 ist im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung nur dann abrechenbar, wenn die erbrachte Leistung über den Leistungsinhalt der Bema-Nr. 119 und 120 hinausgeht und sich auf etwas anderes als die kieferorthopädische Behandlung bezieht (z. B. Beratung wegen Zahnpflege, Mundhygiene, Ernährung, Atmungsgewohnheiten, Kariessuche o. Ä.).
    Als alleinige Leistung ist Bema-Nr. Ä1 unter Beachtung der obigen Ausführungen immer abrechenbar.
  3. Für die Anfangsuntersuchung ist auch vom Kieferorthopäden die Bema-Nr. 01 abrechenbar.
    Die Abrechnung der Bema-Nr. 01 erfolgt durch Zahnärzte im Rahmen der KCH-Abrechnung.
  4. Neben einem Besuch nach den Bema-Nrn. 151 bis 155 sind die Leistungen nach den Nrn. Ä1, 01 und 01k nicht berechnungsfähig.