125

Maßnahmen zur Wiederherstellung von Behandlungsmitteln einschließlich Wiedereinfügen, je Kiefer

30 Pkte.

  1. Eine Leistung nach Nr. 125 kann neben Leistungen nach den Nrn. 119/120 abgerechnet werden, wenn ein Behandlungsmittel wiederhergestellt wird.
  2. Die Wiederherstellung nach Nr. 125 bezieht sich nur auf Draht- oder Basisteile je Behandlungsgerät. Die Änderung von Behandlungsmitteln ist mit den Gebühren nach den Nrn. 119 und 120 abgegolten. Die Aktivierung von Behandlungsmitteln, z. B. Nachstellen von Schrauben und Federelementen, kann nicht nach Nr. 125 abgerechnet werden.

KZVB-Hinweise:

  1. Für die Bruch- und Sprungreparatur an einem FKO-Gerät (das Behandlungsgerät beeinflusst OK und UK) ist die Bema-Nr. 125 nur einmal abrechenbar.
  2. Das Erneuern von Drahtligaturen im Zusammenhang mit einer Multibandbehandlung ist keine Maßnahme nach Bema-Nr. 125, sondern Leistungsinhalt der Bema-Nrn. 119.
  3. Bei Urlaub eines Kieferorthopäden kann der in Anspruch genommene Zahnarzt die Bema-Nr. 125 als alleinige Leistung mit Material- und Laborkosten abrechnen.
  4. Für eine Unterfütterung kann keine Bema-Nr. 125 abgerechnet werden.
  5. Wiederholte durch den Patienten verschuldete Reparaturen, die im Laufe einer KFO-Behandlung anfallen, sollten unter Hinweis auf § 12 Abs. 1 SGB V der Krankenkasse mitgeteilt und dem Patienten in Rechnung gestellt werden.
  6. Die Abrechenbarkeit der Bema-Nr. 125 ist nicht möglich, wenn die Wiederherstellungsmaßnahmen der KFO-Behandlungsmittel ausschließlich im Labor vorgenommen werden, ohne dass der Behandler am Patienten tätig wurde. Eine zahnärztlich diagnostische Leistung, die zur Indikation einer Wiederherstellung von Behandlungsmitteln führt, ist unabdingbare Voraussetzung für den Honoraransatz nach Bema-Nr. 125 (siehe TeKo-Beschluss Nr. 73). Das Wiedereinfügen allein rechtfertigt die Abrechenbarkeit der Bema-Nr. 125 nicht. Es ist nicht maßgebend, ob die Wiederherstellung im Fremdlabor oder Eigenlabor vorgenommen wird.