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Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung eines Kindes vom 30. bis 72. Lebensmonat

25 Pkte.

  1. In dem Zeitraum vom 30. bis zum 72. Lebensmonat erfolgen drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Der Abstand zwischen den Früherkennungsuntersuchungen beträgt mindestens zwölf Monate.
  2. Die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen enthalten folgende Leistungen:
    • Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich Beratung (Inspektion der Mundhöhle)
    • Einschätzung des Kariesrisikos anhand des dmft Indexes
    • Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Erziehungsberechtigten mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke und verbesserter Mundhygiene
    • Empfehlung und ggf. Verordnung geeigneter Fluoridierungsmittel zur Schmelzhärtung (Fluorid-Tabletten, fluoridiertes Salz, fluoridierte Zahnpasta und dergl.)
  3. Neben den Früherkennungsuntersuchungen kann eine Leistung nach Nr. 01 in demselben Kalenderhalbjahr nicht abgerechnet werden. Im folgenden Kalenderhalbjahr kann die Leistung nach Nr. 01 frühestens vier Monate nach Erbringung der Früherkennungsuntersuchung abgerechnet werden.
  4. Eine Leistung nach Nr. IP4 (lokale Fluoridierung der Zähne) kann bei Kindern mit hohem Kariesrisiko vom 30. Lebensmonat an bis zum vollendeten 6. Lebensjahr zweimal je Kalenderhalbjahr abgerechnet werden.
  5. Im Zusammenhang mit den Früherkennungsuntersuchungen und einer Leistung nach IP4 kann eine Leistung nach Nr. Ä1 nicht abgerechnet werden.
  6. Die Abrechnung von Früherkennungsuntersuchungen setzt die Einzeluntersuchung bzw. -unterweisung voraus.

Zu Bema-Nr. 12:

  1. Das Separieren von Zähnen bei kieferorthopädischer Behandlung und das Anlegen von Spanngummi bei Fissurenversiegelung können nach Nr. 12 abgerechnet werden.

KZVB-Hinweis:

  1. Zur Bema-Bestimmung Nr. 4:
    Eine Leistung nach Bema-Nr. IP4 kann bei Kindern mit hohem Kariesrisiko vom 30. Lebensmonat an bis zum vollendeten 6. Lebensjahr zweimal je Kalenderhalbjahr abgerechnet werden. Diese zwei IP4 Leistungen haben in einem medizinischen sinnvollen Abstand von mindestens zwei bis vier Monaten zu erfolgen.