K1

Eingliedern eines Aufbissbehelfs mit adjustierter Oberfläche

106 Pkte.
a) zur Unterbrechung der Okklusionskontakte

106 Pkte.
b) als Aufbissschiene bei der Parodontalbehandlung

106 Pkte.
c) als Bissführungsplatte bei der Versorgung mit Zahnersatz

  1. Das Eingliedern eines Aufbissbehelfs mit adjustierter Oberfläche zur Unterbrechung der Okklusionskontakte kann angezeigt sein bei Kiefergelenksstörungen, Myoarthropathien und zur Behebung von Fehlgewohnheiten. Angezeigt sind nur
    • individuell adjustierte Aufbissbehelfe,
    • Miniplastschienen mit individuell geformtem Kunststoffrelief,
    • Interzeptoren,
    • Spezielle Aufbissschienen, die alle Okklusionsflächen bedecken (z. B. Michigan-Schienen).
  2. Eine Leistung nach der Nr. K1 ist auch für die Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen abrechnungsfähig.
  3. Das Eingliedern eines Daueraufbissbehelfs ist mit der Nr. K1 abgegolten.

Zu Bema-Nrn. K1 bis K9:

  1. Leistungen nach den Nrn. K1 bis K4 sind nur dann abrechnungsfähig, wenn eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse vorliegt. Die Gesamtvertragspartner auf Landesebene können Abweichendes vereinbaren.
  2. Leistungen nach den Nrn. K1 und K4 sind auch für die Parodontalbehandlung abrechnungsfähig.
  3. Im zeitlichen Zusammenhang ist nur eine der Leistungen nach den Nrn. K1 bis K3 abrechnungsfähig.

KZVB-Hinweise:

  1. Während einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung sind KB-Positionen nicht abrechenbar.
  2. Diagnostische und therapeutische Maßnahmen im Zusammenhang mit Leistungen, die nach Bema-Nrn. K1 bis K9 berechnet werden, unterliegen der allgemeinen Dokumentationspflicht. Im Krankenblatt ist der Ausgangsbefund mit Datum, das therapeutische Vorgehen, Verlaufskontrollen und der Abschluss der Behandlung festzuhalten.
  3. Aufbissbehelfe können in verschiedener Weise (zahnärztlich wie zahntechnisch) hergestellt werden:
    1. Zentrische Bissnahme durch den Zahnarzt und zahntechnisch hergestellt wie im BEL II beschrieben. Abrechnung über die Bema-Nr. K1 und nach BEL II.
    2. Zentrische Bissnahme durch den Zahnarzt, ermitteln der arbiträren Scharnierachse inklusive deren Übertragung in teiladjustierbaren Artikulator und zahntechnische Herstellung der Schiene nach BEL II. Abrechnung über die Bema-Nr. K1 und Zusatz Vereinbarung für die beschriebenen FAL-Maßnahmen nach GOZ.
    3. Als Privatleistung: Erstellen von Registraten in Zentrik, Protrusion und Laterotrusion, Ermitteln der arbiträren oder kinematischen Scharnierachse, Übertragen dieser Informationen in teil- oder volladjustierbaren Artikulator und zahntechnische Herstellung unter Berücksichtigung der gewonnenen Informationen. Abrechnung als reine Privatleistung, sowohl zahnärztlich (nach GOZ), als auch zahntechnisch (nach BEB).
Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Maßnahmen sind keine vertragszahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen und dürfen von den Krankenkassen nicht bezuschusst werden.
  1. Eine nicht adjustierte Schiene kann auch durch geeignete Maßnahmen im Mund zu einer adjustierten Schiene komplettiert werden. Der verwendete Kunststoff ist auf dem Eigenbeleg nachzuweisen.
  2. Die Bema-Nr. K1 ist zum Beispiel nicht abrechenbar für:
  3. Im Rahmen der GKV ist ein individueller Löffel nach Bema-Nr. 98a und die dazugehörigen Material- und Laborkosten im Zusammenhang mit der Bema-Nr. K1 nicht abrechenbar.
  4. Die Bema-Nr. K8 ist nur dann abrechnungsfähig, wenn der Aufbissbehelf bereits eingegliedert ist. Im Zusammenhang mit dem Eingliedern des Aufbissbehelfs kann die Bema-Nr. K8 nicht berechnet werden.
RILI: Behandlungs-Richtlinien - B. VI. Sonstige Behandlungsmaßnahmen