49

Exzision von Mundschleimhaut oder Granulationsgewebe für das Gebiet eines Zahnes

(Exz1)
10 Pkte.

  1. Eine Leistung nach Nr. 49 ist in derselben Sitzung nicht für dasselbe Gebiet neben einer anderen chirurgischen Leistung abrechnungsfähig.
  2. Wird in der Präparationssitzung eine Exzision von Mundschleimhaut oder Granulationsgewebe, wie z. B. Papillektomie, durchgeführt, ist eine Leistung nach Nr. 49 abrechnungsfähig.
  3. Für das Durchtrennen von Zahnfleischfasern (auch mittels elektrochirurgischer Maßnahme) ist eine Leistung nach Nr. 49 abrechnungsfähig.

Zu Bema-Nr. 12:

  1. Die Abrechnung der Nr. 12 im Zusammenhang mit den Nrn. 18, 20 und 91 für das Verdrängen des Zahnfleisches zum Zwecke der Abformung, z. B. mittels Retraktionsringen oder -fäden, ist nicht möglich.
    Muss jedoch störendes Zahnfleisch, z. B. zum Zwecke des Erkennens von unter sich gehenden Stellen, zur Darstellung der Präparationsgrenze oder zur subgingivalen Stufenpräparation, z. B. durch Retraktionsringe verdrängt werden, ist die Nr. 12 abrechnungsfähig.

KZVB-Hinweise:

  1. Die Exzision von Mundschleimhaut oder Granulationsgewebe stellt keine systematische Parodontitisbehandlung nach den Bema-Nrn. P200 und folgende dar.
    Bei Notwendigkeit einer systematischen Parodontitisbehandlung hat die Abrechnung entsprechend den Positionen P200 und folgende grundsätzlich über den Parodontalstatus zu erfolgen. Dies kann der Fall sein, wenn die Behandlung auch nur einen Zahn oder einige wenige Zähne betrifft.
  2. Anstelle einer systematischen Parodontitistherapie (wenn die Voraussetzungen für die Abrechenbarkeit der Nummern P200 und folgende erfüllt sind) dürfen bei der Therapie einzelner Parodontien durch eine geschlossene/offene Kürettage grundsätzlich insgesamt nicht mehr als drei Parodontien behandelt werden.
    Ausnahme: Bei Patienten mit geistig und/oder körperlicher Behinderung, die eine systematische PAR-Behandlung nicht möglich macht, können hilfsweise die Bema-Nrn. 49/50 abgerechnet werden. (Wir bitten in diesen Fällen bei der Abrechnung und Übermittlung der Daten an die KZVB jede dieser Leistungen mit dem Wort „Behinderung“ zu begründen.)

    Zur besseren Übersichtlichkeit sind die verschiedenen Fallgestaltungen für die Abrechnung der Bema-Nrn. 49/50 und Übermittlung der Daten an die KZVB als Tabelle dargestellt.
Pro Behandlungsfall und Quartal
(Anzahl der Bema-Nrn. 49/50 zusammengefasst)
Begründung je Leistung
Bis 3-mal Keine
Bis 3-mal Keine
Mehr als 3-mal Nicht für PAR
Keine Einschränkung bezüglich der Anzahl der zu behandelnden Parodontien Behinderung

  1. Die Bema-Nr. 49 ist nicht im zeitlichen Zusammenhang mit den Bema-Nrn. P200/P201 abrechenbar.
  2. Für eine Durchbruchshilfe im Rahmen einer KFO-Behandlung ist die Bema-Nr. 49 abrechenbar.

Behandlungsrichtlinie A. Allgemeines