41

Leitungsanästhesie

(L1)
12 Pkte.
a) intraoral

(L2)
16 Pkte.
b) extraoral

  1. Leistungen nach den Nrn. 40 und 41 sind auch bei der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen auf dem Erfassungsschein abzurechnen. Dies ist bei der Abrechnung zu kennzeichnen.
  2. Die Abrechnung nach der Leistung der Nr. 41 kann nur erfolgen, wenn die Infiltrationsanästhesie (Nr. 40) nicht ausreicht.
    Dies ist gegeben:
    • im Unterkiefer in der Regel,
    • im Oberkiefer bei entzündlichen Prozessen, die die Anwendung der Infiltrationsanästhesie nicht gestatten oder bei größeren chirurgischen Eingriffen, nicht bei Nrn. 43 bis 46, 49 und 50.
  3. Bei chirurgischen und parodontal-chirurgischen Leistungen können in begründeten Ausnahmefällen die Nr. 41 und die Nr. 40 abgerechnet werden, wenn nur so eine ausreichende Anästhesietiefe oder die Ausschaltung von Anastomosen erreicht werden kann.
  4. Bei langdauernden Eingriffen ist die Nr. 41 ein zweites Mal abrechnungsfähig.

Zu Bema-Nr. 13:

  1. Das Legen einer Gussfüllung aus Edelmetall sowie einer Einlagefüllung aus Keramik oder Komposit, ebenso die ggf. im Zusammenhang hiermit erbrachte Anästhesie oder durchgeführten Maßnahmen nach Nr. 12 sind über den Erfassungsschein nicht abzurechnen, wohl aber eine vorausgegangene Behandlung des Zahnes.

KZVB-Hinweise:

  1. Die postoperative Schmerzausschaltung im Zusammenhang mit der ITN erfüllt nicht den Leistungsinhalt der Bema-Nr. 41.
  2. Im Zusammenhang mit Frakturbehandlungen wird eine leistungsbezogene Angabe bei der Abrechnung der Bema-Nr. 41a empfohlen.
  3. Bei der zweifachen Abrechnung der Bema-Nr. 41 (lange Dauer) ist eine entsprechende Dokumentation erforderlich.
RILI: Behandlungs-Richtlinien - B. IV. Chirurgische Behandlung

Bestimmungen über die Gestaltung und die Ausfüllung der Planungsvordrucke und die edv-mäßige Erstellung der Abrechnung (Inhaltlich ist der Ersatzkassenvertrag Zahnärzte (EKV-Z) mit dem Bundesmantelvertrag (BMV-Z) vergleichbar.)